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Brustbeinschlag mit Tara Kirk

1. Oktober 2004

Breaststroke kick with Tara Kirk

1 October 2004


Von / By Felix K. Gmünder

© Felix Gmünder, Schwimmverein Limmat Zürich
Breaststroke Kick - Brustbeinschlag

Einleitung

Von den meisten Weltklasseschwimmern wird der so genannte Peitschenschlag verwendet, der aus einer diagonalen und halbkreisförmigen Rückführung der Unterschenkel besteht. Die Füsse gehen nach aussen, hinten und dann unten, bis sie zusammenkommen.

Der Vortrieb entsteht hauptsächlich durch die Fusssohle.

Guter Brustbeinschlag erfordert eine sehr hohe Beweglichkeit der Hüft- und Fussgelenke.

Der Brustbeinschlag wird für die Beschreibung in 5 Phasen unterteilt:
  1. Rückführung
  2. Wasserfassen
  3. Aussenschwung
  4. Innenschwung
  5. Anheben der Beine in Gleitphase
Die Phasen des Brustbeinschlags werden in den folgenden 7 Bildern besprochen. Bei der gezeigten Schwimmerin handelt es sich um die US-amerikanische Weltklasseschwimmerin Tara Kirk.

Introduction

Most world-class swimmers use the whip kick style which consists of a diagonal and semi-circular backsweep of the lower leg. The feet travel out, back, and then down until they come together.

The primary propulsive force comes from the soles of the feet.

Good flexibility of the hip and ankle joints are required for a good breaststroke kick.

To describe the breaststroke kick we separate it into 5 phases:
  1. Recovery
  2. Catch
  3. Outsweep
  4. Insweep
  5. Leg lift and glide
The breaststroke kick phases are discussed with the help of the following 7 photos. The swimmer shown is American Tara Kirk, a world-class breaststroker.



Foto 1: Rückführung

Die Rückführung besteht aus einer Knie- und Hüftbeugung. Die Kniebeugung beginnt nach Abschluss der Antriebsphase der Arme (Hände innerhalb Schulterbreite zusammen geführt. Zur Koordination der Gesamtlage: Brustschwimmen am Beispiel von Kurt Grote). Die Unterschenkel werden nach vorne und nach oben gezogen. Die Fussgelenke sind entspannt. Dieses Kniebeugen wird solange fortgesetzt (s. folgende Fotos) bis die Arme nach vorne gestreckt sind und Kopf und Oberkörper sinken. Die Hüfte muss beim Rückführen etwas absinken, damit die Beine ohne Hüftbeugung unter Wasser bleiben.
Breaststroke Kick


Photo 1: Recovery

Recovery consists of a knee and a hip flexion. The knee flexion starts when the propulsive phase of the armpull is finished (hands within shoulder width. Timing of whole stroke: Breaststroke Swimming with Kurt Grote as an Example ). The lower leg is brought up and forward. The ankles are loose. Flexing the knees continues (s. following photos) until the arms are extended forward and the head and upper trunk sink. The hips have to drop during recovery to keep the legs under water without flexing the hips.

Foto 2: Rückführung

Erst bei gestreckten Armen beginnt die Hüftbeugung, um die Rückführung der Beine abzuschliessen, wie in Foto 3 gezeigt wird.

Die Hüftbeugung muss spät erfolgen, sonst wird die Geschwindigkeit wegen des durch die Oberschenkel erzeugten Frontalwiderstands zu stark abgebremst. Viele Schwimmer beugen die Hüfte zu früh, zu stark und/oder ziehen die Oberschenkel unter die Hüfte. Die Hüfte muss - obwohl dies bremst - etwas gebeugt werden, weil dann mehr Kraft für die folgende Antriebsphase zur Verfügung steht.
Breaststroke Kick


Photo 2: Recovery

Only when the arms are extended forward the hips start to flex to complete leg recovery as shown in photo 3.

The hip flexion must not begin too early to avoid frontal resistance created by the thighs. Many swimmers flex their hips too early, too much or pull their thighs under the hips. Although the hip flexion will slow down the swimmer, it is essential to allow for greater force during the following propulsive phase.

Foto 3: Abschluss der Rückführung / Wasserfassen

Die Schwimmer sollten die Knie bei der Rückführung nicht geschlossen, sondern leicht offen halten. Die Unterschenkel und Füsse können so besser im Fahrwasser des Körpers versteckt gehalten werden (kleinerer Frontalwiderstand). Die Knie sollten aber nicht mehr als etwa schulterbreit geöffnet werden, ausser bei Knieproblemen (s. Legende Foto 4).

Wenn sich die Füsse dem Gesäss nähern, werden sie angezogen und nach aussen gedreht, um das Wasserfassen einzuleiten.
Breaststroke Kick


Photo 3: End of Recovery / Catch

Swimmers should separate the knees when they recover and not keep them together. This will enable them to hide the lower legs and feet inside the wake created by the body (less frontal resistance). They should not separate their knees more than shoulder width, however, unless they have sore knees or an injury to the knees (s. caption photo 3).

When the feet approach the buttocks, swimmers should flex their feet at the ankles and rotate them out to initiate the catch.

Foto 4: Wasserfassen / Aussenschwung

Gleichzeitig mit dem Füsse-anziehen und dem Nach-aussen-drehen werden die Unterschenkel nach aussen geschwungen, mit nach hinten, gegen das Wasser, gerichteten Fusssohlen. Das ist der Zeitpunkt des Wasserfassens.

Idealerweise erfolgt das Nachaussenschwingen noch ohne Rückwärtsbewegung der Beine. Man nennt das hohes Wasserfassen in Analogie zum hohen Ellbogen beim Wasserfassen beim Armzug.

Der Aussenschwung, das Wasserfassen und der Beginn des Innenschwungs sind für das Kniegelenk, d.h die innen liegenden Seitenbänder und Menisken, die grössten Belastungen. Möglichkeiten bei Knieproblemen: Kleinerer Aussenschwung (etwas geringerer Vortrieb) oder Knie weiter öffnen als Schulterbreite (etwas höherer Frontalwiderstand).
Breaststroke Kick


Photo 4: Catch / Outsweep

At the same time when the feet are flexed and turned out, the outsweep of the lower legs begins. Soles face backward against the water. This is the when the catch is made.

Ideally, the outsweep of the feet starts without pushing back with them. This is called a high catch in analogy to the high elbow in the catch position of the arms.

The outsweep, the catch, and the first part of the insweep are the most stressful phases for the knee joint (i.e. the medial ligaments and menisci). As a remedy or to prevent sore knees, swimmers have two possibilities: firstly, they can reduce the width of the outsweep (less propulsive potential), and secondly, they can recover the legs with the knees spread slightly wider apart than shoulder width (increased frontal resistance).

Foto 5: Innenschwung

Der Innenschwung erfolgt mit angezogenen und nach innen gedrehten Füssen. Die Fusssohlen drücken zuerst nach hinten, gegen Ende des Innenschwungs dann gegeneinander nach innen.
Breaststroke Kick


Photo 5: Insweep

The insweep is done with feet flexed and turned out. The soles push back in the beginning. Before completion of the insweep the feet are pitched inward

Foto 6: Abschluss des Innenschwungs

Der verbreiteste Fehler beim Abschluss des Innenschwungs ist, dass die Füsse zu früh gestreckt werden, bevor der Innenschwung abgeschlossen ist. Das Fussgelenk bleibt gebeugt und die Sohlen zeigen gegeneinander, bis die Beine ganz zusammengeführt sind. Sonst wird statt Vor- Abtrieb erzeugt.
Breaststroke Kick


Photo 6: End of Insweep

The most common mistake during the completion of the insweep is to extend the feet at the ankles before the insweep ends. Swimmers should keep the feet flexed at the ankles and turned inward until the insweep is completed. If they don't, water is pushed up instead of back during the last phase of the insweep.

Foto 7: Anheben der Beine in der Gleitphase

Nach Beendigung des Innenschwungs beginnt der Armzug. Die Beine werden zusammengehalten und sind bis zu den Füssen gestreckt. Sie werden aber in dieser stromlinienförmigen Haltung leicht nach hinten bis fast zur Wasseroberfläche gekrümmt (angehoben), um sie im Fahrwasser des Oberkörpers zu verstecken (kleinerer Frontalwiderstand).
Breaststroke Kick


Photo 7: Leg Lift and Glide

Once the insweep is completed the outsweep of the arms begins. The legs should be completely extended and held close together. In this streamlined position, the legs are slightly lifted towards the surface behind the trunk to further reduce frontal drag as much as possible.


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