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Risiken von Schmerzmitteln im Sport

1. Januar 2009

Risks of pain relievers in sports

1 January 2009

Von / By Felix Gmünder

© Felix Gmünder, limmatsharkszürich

"Auf die Gefährlichkeit von Schmerzmitteln im Zusammenhang mit sportlichen Aktivitäten muss vermehrt aufmerksam gemacht werden" heisst es in der Einleitung eines Artikels im deutschen Ärzteblatt [Unheilige Allianz zum Schaden der Niere]. Der Schmerzmittelmissbrauch im Spitzen- und Breitensport ist seit 1998 bekannt: In einer grossen Dopingkontrolle unter den Teilnehmenden am Jungfrau Marathon 1998 wurden in rund 35% der Proben Schmerzmittel gefunden [Schmerzmittelmissbrauch].

Die Ausgangslage hat sich seither nicht geändert, im Gegenteil, es wird vermutet, dass die Einnahme von Schmerzmitteln bei vielen Sportlerinnen und Sportlern zum Alltag gehört, genauso wie die Einnahme von Vitamintabletten. Über den Missbrauch im Schwimmsport gibt es keine Zahlen; es wird angenommen, dass dies im Vergleich zu den High-Impact und Mannschaftssportarten weniger häufig vorkommt. Mir sind aber persönlich einige – vor allem ältere – Mastersschwimmer bekannt, die wegen chronischer Gelenkschmerzen (vor allem in den Schultern und Knien) täglich Schmerzmittel konsumieren, weil sie sonst nicht mehr trainieren und schlafen könnten.

Der Artikel im deutschen Ärzteblatt weist darauf hin, dass die Risiken für Nierenschäden bei chronischem Konsum – ganz egal welches Schmerzmittels – sehr gross sind, weil die Niere die Schmerzmittel bzw. ihre Stoffwechselprodukte aus dem Körper ausscheiden muss. Die Nieren von Sporttreibenden sind wegen der Belastungssituation, d.h. wegen der sportbedingt gehemmten [Prostaglandinbildung] und des Schwitzens, was zu einem konzentrierteren Urin führt, besonders gefährdet.

Sportlerinnen und Sportler müssen bei Medikamenteneinahme besonderrs auf das Trinken von kochsalzhaltigem Wasser achten. Die Schweissproduktion und die Urinausscheidung benötigen Kochsalz. Wasser als Getränk macht die Nieren noch anfälliger.

Es wäre unrealistisch zu verlangen, dass Sportreibende nie Schmerzmittel einnehmen dürfen. Die Autoren des Artikels betonen, dass man sie ohne ärtzliche Anweisung und Kontrolle nicht dauernd einnehmen darf, sondern nur gezielt und nach Bedarf. Es muss viel Wasser mit Elektrolyten getrunken werden (etwa 1 Gramm pro Liter).

"Athletes should take note of the risks associated with taking painkillers and doing sports" the Journal of the German Medical Society says at the beginning of a recent article. Abuse of painkillers among amateur and elite athletes made the headlines the first time in 1998, when 35% of the Swiss Jungfrau Marathon participants were found to have taken analgesic drugs before and during the race.

Certainly the situation has not changed – on the contrary, it is believed that taking analgesics by athletes is as common as taking vitamin pills. There are no studies about pain-relieving drug consumption in swimming, but it is believed that abuse is less widespread than in high-impact and team sports. However, I do know a number of masters swimmers – in particular middle-aged and older ones – who suffer from shoulder or knee pain and take pills to keep on swimming.

The article in the German journal focuses on the risks for kidney damage, which can occur regardless of the type of analgesic, because the kidneys have to excrete the substance and/or its metabolites. The kidneys of athletes are at even higher risk, because of decreased [prostaglandin]-formation and perspiration, which leads to a more concentrated urine.

Athletes who take medication have to care for extra rehydration with water and salt: Sweat and urine are composed of water and salt. Water alone makes the job for the kidneys even more difficult.

The authors emphasise that athletes can take analgesics for limited time and if indicated, unless prescribed otherwise by a doctor. They are advised to drink plenty of water with sodium chloride (about 1 gram per litre).

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