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Bester Abstand beim Windschattenschwimmen

1. März 2005

Best Drafting Distance in Swimming

1 March 2005


© Felix Gmünder, Schwimmverein Limmat Zürich.

Quelle/Source: Chatard and Wilson, Coaches Infoservice, 2003

Windschattenschwimmen wird während des Trainings und in Wettkämpfen in offenen Gewässern (Schwimmen wie Triathlon) angewendet. Man kann direkt hinter einem anderen Schwimmer oder an seiner Seite leicht nach hinten versetzt schwimmen. Es stellen sich folgende Fragen:
  • Welches ist die beste Position?
  • Um wieviel kann man seine Leistung verbessern?
Drafting behind another swimmer or at his side is used in training, in open water races, and in triathlon races. You can swim in the wake of a lead swimmer or to his or her side a little bit behind. The questions are the following:
  • Which position is best?
  • How much can you improve your performance?

Hintereinanderschwimmen

In den von Chatard und Wilson durchgeführten Versuchen wurde der Einfluss der Abstände 0, 50 und 150 cm auf den Widerstand und den Energieaufwand untersucht. Beim Hintereinanderschwimmen nützt man den Sog des vorausschwimmenden Schwimmers aus.

Obwohl schon bei 150 cm eine deutliche Abnahme des Widerstandes und des Energieaufwandes für den nachfolgenden Schwimmer gemessen wurde, lag die höchste Reduktion im Bereich 0 bis 50 cm. Der Widerstand wurde in diesem Abstandsbereich um rund 20% reduziert, was sich in einem entsprechend geringeren Energieaufwand äusserte. Der Energieaufwand wurde gemessen mittels Sauerstoffaufnahme, Herzfrequenz und Blutlaktatkonzentration. Die Abnahme des Energieaufwandes hatte eine Zunahme der Zuglänge und eine Abnahme der Zugfrequenz zur Folge.

Das bedeutet, dass der nachfolgende Schwimmer weniger schnell müde wird, wenn beide normalerweise gleich schnell schwimmen können. Falls der/die nachfolgende SchwimmerIn normalerweise langsamer ist als der Führende, könnte er oder sie beim Hintereinanderschwimmen etwa 10% schneller schwimmen als alleine. In der Praxis kann man allerdings nur ca. 1-5% einsparen, im Becken weniger als im offenen Gewässer. Das Hintereinanderschwimmen ermöglicht in einem 1500-m-Rennen in offenen Gewässern demzufolge einen Gewinn von bis zu 75 Metern.

Swimming behind

Chatard and Wilson investigated the effect of drafting at distances of 0, 50, and 150 cm on resistance and metabolic cost. When drafting you exploit the wake of the lead swimmer.

At a distance of 150 cm a significant reduction in resistance and metabolic cost was noted. In the range of 0-50 cm, however, the effect was most pronounced. Drag was reduced by about 20%, which means much lower metabolic cost for the draft swimmer to keep up with the lead swimmer. Energy cost was measured using oxygen uptake, heart rate, and blood lactate concentrations. Reduced metabolic cost resulted in increased stroke length and lower stroke rate.

This means that swimming is less tiring for the draft swimmer if both can normally swim equally fast. If the draft swimmer normally is the slower swimmer, in theory, he or she could swim about 10% faster when drafting than swimming alone. In reality, this value is much lower, i.e. between 1 and 5%. In the pool, the gain is closer to 1%, in open water closer to 5%. In a 1500 metres open water race the benefit of drafting corresponds to up to 75 metres.

Der beste Abstand beim Hintereinanderschwimmen beträgt 0 bis 50 cm. The best drafting distance is between 0 and 50 cm.

Nebeneinanderschwimmen

"Windschattenschwimmen" ist auch nebeneinander möglich, allerdings ist der Effekt kleiner. Beim seitlichen Schwimmen nützt man die vom führenden Schwimmer erzeugten Bugwellen aus. Der Nutzen hängt von 2 Faktoren ab: dem seitlichen Abstand und dem Rückstand in Längsrichtung. Chatard und Wilson haben einen seitlichen Abstand der Mittelachsen von 1 Meter untersucht. Dies entspricht etwa 40 cm Abstand zwischen den Schwimmern. Der Rückstand in Längsrichtung wurde zwischen 0 und 200 cm variiert (0, 50, 100, 150 und 200 cm).

Die besten Werte fürs Windschattenschwimmen wurden bei einem Rückstand zwischen 50 und 100 cm gefunden. D.h. der Kopf des nachfolgenden Schwimmers befindet sich zwischen Schultern und Hüften des führenden Schwimmers.

Die Widerstandsreduktion beim seitlichen Windschattenschwimmen betrug aber nur 6-7%. Chatard und Wilson folgern, dass man mit seitlichem Windschattenschwimmen im offenen Gewässer in einem 1500-m-Rennen zwischen 15 und 45 Meter herausholen kann.

Lateral swimming

Drafting is also possible when swimming next to each other. The effect is reduced, however. When swimming laterally to a lead swimmer, his or her bow waves are exploited. The benefit depends on 2 factors: lateral distance and distance behind the lead swimmer. Chatard und Wilson have investigated a lateral distance of 1 metre between the midlines. This corresponds to a separation of about 40 cm. Swimming behind was tested at distances between 0 and 200 cm (0, 50, 100, 150, and 200 cm).

At a lateral distance of 100 cm, the best effect of drafting was noted when swimming 50 to 100 cm behind the lead swimmer. This means that the head of the draft swimmer should be between shoulder and hip of the lead swimmer.

In lateral drafting, drag was reduced by only 6-7%, however. Chatard und Wilson conclude that in a 1500 m open water race this would result in a benefit of 15 to 45 metres.

Beim Nebeneinanderschwimmen in den Wellen des führenden Schwimmers (Ursprung Kopf und Hüfte) ist der Leistungsgewinn immer noch deutlich, aber kleiner als beim Hintereinanderschwimmen. Lateral drafting in the waves of the lead swimmer - that come from head and hips - results in a significant performance gain, which is, however, smaller as compared to swimming in the wake of the lead swimmer.


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