Der Berliner Doping-Prozess: 3. Fortsetzung (22.8.98): Erste Schuldsprüche wegen DDR-Dopings

Das Berliner Landgericht hat im sogenannten "zweiten" Dopingprozess zwei Ärzte und einen Schwimmtrainer vom ehemaligen DDR-Sportklub TSC Berlin wegen der Dopingvergabe an Minderjährige zu Geldstrafen verurteilt. Der ehemalige Trainer Peter Mattoneit wurde zur Zahlung einer Geldstrafe von 7000 DM wegen Körperverletzung verurteilt. Die Ärztin Dorit Rösler muss 7200 DM zahlen, Ulrich Sünder, ebenfalls Mediziner, mit 27 000 DM die grösste Summe. Gegen die Trainer Berndt Christochowitz und Klaus Klemenz wurde das Verfahren gegen die Zahlung von Geldstrafen (3000 DM und 7500 DM) eingestellt. Die Angeklagten verzichten auf die Möglichkeit der Revision. Gegen Rösler und Sünder erging der Urteilsspruch wegen Beihilfe

Der Berliner Doping-Prozess: 2. Fortsetzung (7.7.98): Eine Entlassung ist kein Geständnis

Der Berliner Doping-Prozess: 2. Fortsetzung (7.7.98) Eine Einlassung ist kein Geständnis Erstmals sagt ein Angeklagter im Berliner Dopingkongress aus Als Dieter Binus gegen 14 Uhr 30 das Berliner Kriminalgericht verliess, folgte ihm ein halbes Dutzend Kamerateams und ein Trupp von Journalisten. Das war nicht nötig, denn der im Berliner Dopingprozess angeklagte Sportarzt hatte eine halbe Stunde zuvor im Gerichtssaal zu Protokoll gegeben, was er zu seinen Verwicklungen im DDR-Dopingsystem hatte sagen wollen. In der Person von Binus hatte erstmals einer der sechs Angeklagten sein Schweigen gebrochen. Es war der 21. Verhandlungstag. Ursprünglich war der Prozess auf 14 Verhandlungstage angesetzt gewesen.