Mit moderner Technik sind Dopingsubstanzen langfristig nachweisbar 9.9.2000

Mit moderner Technik sind Dopingsubstanzen langfristig nachweisbar Bei den Olympischen Sommerspielen in Sydney wird es erstmals in der Geschichte der olympischen Bewegung Blutkontrollen geben, um Manipulationen mit Erythropoetin (EPO) nachzuweisen. In der Vergangenheit standen eher andere Dopingpräparate im Mittelpunkt der Spiele, vor allem Stimulantien und Anabolika. Welche Substanzen sind im Berufssport verboten, wie werden sie nachgewiesen? Eine Übersicht hierüber bietet Professor Wilhelm Schänzer, Leiter des Instituts für Biochemie der Deutschen Sporthochschule in Köln in der Deutschen Zeitschrift für Sportmedizin (51, 2000, 260). Bei den Dopingbestimmungen im Profisport gibt das Internationale Olympische Komitee (IOC) bislang den Ton an. Was Doping ist,

Dopingkontrollen in der Schweiz: Neues Kontrollkonzept Juli 99

Dopingkontrollen in der Schweiz: Neues Kontrollkonzept Tages-Anzeiger vom 21.7.99 Die Dopingkontrolleure des Schweizerischen Olympischen Verbandes (SOV) haben jüngst in zwei Fällen keine gute Figur gemacht. Jetzt soll das System geändert werden. Von Peter Haab Zwei Aktionen von Dopingkontrolleuren des Schweizerischen Olympischen Verbandes haben in den vergangenen Wochen in der Öffentlichkeit für Schlagzeilen gesorgt. Erst gabs die Konfusion um eine Verwechslung im Fall von Radprofi Armin Meier. Und beim Tennisturnier in Gstaad wurde ein SOV-Kontrolleur mit dem Hinweis, dass die Doping-Rechtshoheit bei der ATP liege, höflich, aber bestimmt von der Anlage gewiesen. Zwei Vorfälle, die der Glaubwürdigkeit des Olympischen Verbandes in

Probenicid als Dopingmittel?

© Felix Gmünder, Schwimmverein Limmat Zürich Was ist Probenecid? Probenecid als Dopingmittel Probenecid ist ein weisses, kristallines Pulver (Molekulargewicht: 285.4) und wird in der Medizin zur Behandlung von chronischer Gicht eingesetzt. Probenecid ist ein relativ altes Medikament, ist nur auf Rezept erhältlich und wird in der Schweiz nicht mehr vertrieben. Es bewirkt die Entfernung von überschüssiger Harnsäure aus dem Blut. Probenecid heilt Gicht nicht, aber nach einer gewissen Einnahmezeit von einigen Monaten bewirkt es eine Verminderung von Gicht Attacken. Probenecid bewirkt bei gewissen Substanzen eine verminderte Ausscheidung, durch vermehrten Rückhalt in der Niere. So können z.B. Antibiotika bei Niereninfekten länger

Harte Kritik: Steht die Dopingkontrolle in der Schweiz in der Sackgasse? Mit Replik von SOV-Direktor Marco Blatter (Dez 99)

Die nationale Dopingbekämpfung in der Sackgasse - Professionalisierung oder Abschaffung NZZ im Dezember 1999 Die Situation ist verworren: Doping ist nicht nur im Spitzensport zum allgegenwärtigen Thema geworden, auch der Breitensport ist davon betroffen. Und spätestens seit den Vorkommnissen an der Tour de France 1998 setzt sich die Öffentlichkeit so intensiv wie nie zuvor mit einem Phänomen auseinander, das gar nicht so richtig fassbar ist. Der Staat und der privatrechtliche Sport bekennen sich beide zu ihrer Verantwortung und plädieren für eine Intensivierung von Forschung und Repression - auf der anderen Seite demonstrieren sie ihre Machtlosigkeit in praktisch all ihren Handlungsweisen.

Doping im Schwimmen

Chronologisches Doping-Archiv mit allen für das Schwimmen relevanten Doping-Nachrichten seit Februar 1998; nachgeführt am 8.11.2008 [730 kB] Die Doping-News Internetseite Die EPO-Trilogie: Nach EPO und Aranesp gelangt mit Dynepo ein neues Dopingmittel auf den "Markt". (5.9.2002) Neuer Serumtest zum Nachweis von Wachstumshormonen. (5.7.2002) Doping im Fitnesscenter: Fast 6 Prozent aller Besucher von Fitnesszentren nehmen regelmässig Doping (18.5.2002) Fitnesswahn verführt Freizeitsportler zum Doping. Eine EU-Studie zum Doping-Missbrauch in Fitness-Studios belegt: Doping ist kein Phänomen, das lediglich auf Leistungssport und Body-Building-Szene beschränkt ist. Selbst Freizeit- und Breitensportler greifen zu Arzneimittel, um Trainingserfolge zu verbessern. Bei allen vernünftigen Vorschlägen, wie dieser Trend bekämpft

Seit wann gibt es ein Dopingverbot? 9.9.2000

Seit wann gibt es ein Dopingverbot? Die ersten Dopingverbote sind vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) 1967 eingeführt worden, nachdem zuvor mehrere Radprofis nach der Einnahme von Drogen-Cocktails gestorben waren. Verboten wurden zunächst Substanzen aus der Gruppe der Stimulantien (etwa Amphetamine) und der Gruppe der Narkotika (zum Beispiel Morphine). 1974 setzte das IOC anabol androgene Steroidhormone (AAS) wie Metandienon, Nandrolon und Stanozolol auf die Doping-Liste, ab 1984 das körpereigene Testosteron und Koffein mit einem Grenzwert. 1988 folgten die Beta-Blocker (die eingeschränkt zugelassen sind) und die Diuretika, ab 1989 schliesslich Peptidhormone wie Erythropoetin (EPO) und Wachstumshormone (HGH).

Wie Hydrocortisonsalben zum Maskieren von Doping mit Anabolika (Androsteron-Vorläufer) verwendet werden. Juli 99

Neue Dopingmittel Tages-Anzeiger 30.7.99 Neue Blutersatzstoffe kommen bald auf den Markt. de./AFP Neue Medikamente, die als Dopingmittel missbraucht werden können, dürften in absehbarer Zeit öffentlich zugelassen werden. Dies berichtet die französische Fachzeitschrift "Science et Avenir" in ihrer neuesten Ausgabe. Es handelt sich vor allem um Blutersatzstoffe, die das Doping mit Epo ablösen könnten. Die so genannten Perfluorkarbone (PFC) haben für Doper den Vorteil, dass sie die Sauerstofftransportfähigkeit des Blutes verbessern, ohne den Blutdickewert (Hämatokrit) zu erhöhen. Im Radsport und im Langlauf gelten seit 1997 Hämatokritgrenzwerte. Experten gehen davon aus, dass seit jenem Jahr mit PFC experimentiert worden ist. Mehrere lebensgefährliche

Das Leben riskieren mit Insulin als Dopingmittel/ Sportswomen and man are putting their lives at risk using insulin to enhance performance16.9.2001

SporlerInnen riskieren ihr Leben mit Insulin als Dopingmittel Sportswomen and man are putting their lives at risk using insulin Source: Andy Coghlan, New Scientist, 171/2303, 11.8.01 © Übersetzung Felix Gmünder, Schwimmverein Limmat Zürich Immer mehr SportlerInnen könnten illegal Insulin zur Leistungssteigerung verwenden. Insulin kann durch Dopingtests praktisch nicht nachgewiesen werden. Wenn es falsch angewendet wird, wirkt es sofort tödlich. Aerzte in Grossbritannien sind zunehmend besorgt durch sporadische Berichte über den Insulinmissbrauch durch SportlerInnen. [Redaktion: Insulin wird von schweren Diabetikern verwendet, damit die Muskelzellen die überschüssige Glucose aus dem Blut aufnehmen und in Form von Glykogen einlagern. Gesunde haben genügend von

Doping-Skandal am World Cup von Berlin (5./6.2.2000)

Schwimm-Weltcup in Berlin 2000: Der Doping Skandal  6.2.2000 Doping-Skandal in Berlin: Der Schwimm-Weltcup in Berlin wird von einem Doping-Eklat überschattet. Die Teams aus Australien und den USA protestierten am Samstag gegen die nach ihrer Einschätzung mangelhafte Versiegelung der Doping-Proben und drohen mit Abreise. Bundestrainer Manfred Thiesmann droht noch mehr: Nach Angaben des Präsidenten des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), Rüdiger Tretow, steht er vor dem Ausschluss vom Olympia-Team, wenn er tatsächlich den australischen Weltrekordler und Schwimm-Liebling Ian Thorpe des Dopings verdächtigt haben sollte. Diese angebliche Beschuldigung bildet auch den Hintergrund für das Misstrauen der Australier und Amerikaner in Berlin und die Empörung

Keine Hinweise für Doping-Missbrauch unter BreitensportlerInnen, wohl aber Schmerzmittelmissbrauch (3.10.98)

Nur eine von 130 Dopingproben beim Jungfrau-Marathon waren positiv. 35 Prozent der getesteten Läufer hingegen nahmen Schmerzmittel ein. Von Jürg Greb Beim Jungfrau-Marathon Anfang September wurde die weltweit erste grossangelegte Dopingkontrolle im Breitensport durchgeführt. Von den knapp 3000 Läuferinnen und Läufern, welche die 42,2 Kilometer von Interlaken auf die Kleine Scheidegg bewältigten, wurden 130 Elite und Volkssportler zur Kontrolle gebeten. Das Projekt der Konsumsendung "Espresso" von Radio DRS erhielt spontane Unterstützung von den Trägern des Schweizer Sports: dem Olympischen Verband (SOV), Sportminister Adolf Ogi und der Sportschule Magglingen. Ziel war ;es, den Istzustand festzuhalten, um nicht mehr auf Spekulationen und