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Neue Dopingmittel

Tages-Anzeiger 30.7.99

Neue Blutersatzstoffe kommen bald auf den Markt.


de./AFP Neue Medikamente, die als Dopingmittel missbraucht werden können, dürften in absehbarer Zeit öffentlich zugelassen werden. Dies berichtet die französische Fachzeitschrift "Science et Avenir" in ihrer neuesten Ausgabe. Es handelt sich vor allem um Blutersatzstoffe, die das Doping mit Epo ablösen könnten.

Die so genannten Perfluorkarbone (PFC) haben für Doper den Vorteil, dass sie die Sauerstofftransportfähigkeit des Blutes verbessern, ohne den Blutdickewert (Hämatokrit) zu erhöhen. Im Radsport und im Langlauf gelten seit 1997 Hämatokritgrenzwerte. Experten gehen davon aus, dass seit jenem Jahr mit PFC experimentiert worden ist. Mehrere lebensgefährliche Komplikationen bei Radsportlern haben aber die Risiken des neuen Mittels vor Augen geführt.

Sicherer anzuwendendes PFC

Ein kalifornisches Labor hat jetzt ein PFC-Medikament (Oxygent) entwickelt, das sicherer anzuwenden sein soll. Es befindet sich zurzeit in der klinischen Versuchsphase. Bereits erhältlich sind russische (Perftoran) und chinesische PFC-Produkte. PFC sind in der Atemluft, im Blut und im Urin allerdings leicht nachzuweisen; erste experimentelle Tests gibt es aber einzig bei den Radprofis.

Gemäss "Science et Avenir" werden in der aktuellen pharmazeutischen Forschung zudem vier neue Arten von gentechnisch verbessertem Hämoglobin entwickelt, das als Dopingmittel ähnliche Wirkung hat wie die PFC-Produkte. In den USA werden weiter Medikamente getestet, die die natürliche Produktion von Wachstumshormonen anregen. (de./AFP)




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