Donnerstag, 17. August 2000
Tagesausgabe | Monatsarchiv | Suchen in Tagesausgabe | Suchen im Monatsarchiv
 

PDF-Version | Postscript-Version | RTF-Version

NZZ Monatsarchiv

Neue Zürcher Zeitung SPORT Mittwoch, 16.08.2000 Nr.189   49

Zusatzinformation: Textkasten: Zeitfrage zum Hochleistungssport

Doping - Spitzensport als gesellschaftliches Problem I

Eine Verschwörung auf breiter Ebene

Welche sportpolitischen Interessen sind in Verbänden und Regierungen wirksam?

Von Thomas Kistner, München

Im Februar 1999 war es wieder so weit. Das Internationale Olympische Komitee (IOK) in Lausanne besann sich auf seine Rolle als oberste Regierungsinstanz des Weltsports und berief eine Anti-Doping-Weltkonferenz ein. Geladen waren alle international relevanten Kräfte aus Sport und Politik: Minister, Wissenschafter, hohe Funktionäre. Anlass war die weltweit anerkannte Notwendigkeit, dem pharmazeutischen Leistungsbetrug im Hochleistungssport den Garaus zu machen. Schliesslich bedeutet Doping den «Tod des Sports», zumindest aber ist es «die grösste Geisel des Spitzensports» - so besagen es Zitate des IOK-Präsidenten Juan Antonio Samaranch zum Dauerthema.

Trotzdem war es just Samaranch, der diese Weltkonferenz unter dem Druck der Öffentlichkeit auf ihn selber persönlich einberief. Denn der heute 80-jährige Bankier hatte, eingedenk der schockierenden und geschäftsschädigenden Bilder an der Tour de France 1998, als beinahe mehr Radrennfahrer hinter französischen Gittern landeten als hinter dem Zielstrich, in einem Interview mit der spanischen Zeitung «El Mundo» seine essenziellen Seelennöte mit dem Leistungsbetrug offenbart: keine. Man darf das so kategorisch formulieren, denn ärgerlich war für den obersten Olympier nicht der ethisch-moralische Verstoss, sondern nur der Skandal, der damit einhergeht im Falle einer Entdeckung. Aufdeckungen und Skandale wie die an der Tour de France kann sich Olympia nicht leisten, sie hielten die Sponsoren davon ab, noch weiter in den Vatikan des Sports zu investieren. Also ging Samaranch in die Offensive. Er suchte das Übel nicht in der inneren Systematik eines Hochleistungssports, dessen oberster Verantwortlicher er ja selber ist, sondern in den angeblich viel zu gestrengen Arzneilisten. Der Vorgang war erhellend: Selten hat sich ein Sportführer so unverhohlen zum Prinzip der Körpermanipulation bekannt. Denn leistungssteigernde Mittel, welche die Gesundheit der Athleten nicht gefährdeten, seien für ihn kein Doping, tat Samaranch kund und plädierte für eine «Säuberung» der Dopinglisten. Gemeint hatte er deren drastische Verschlankung.

Hoch schlugen die Wellen der Empörung nach diesen Aussagen. Gefallen waren sie ausgerechnet in einer hochsensiblen Zeit, da in den führenden Sport- und Industrienationen die Staatsanwaltschaften bei Verbänden und Sportärzten zu ermitteln begannen. Samaranch wurden eilig vielerlei Interpretationshilfen von seinen IOK-Gefolgsleuten gereicht, doch die waren gleich noch schockierter, als sie hören mussten, dass der Herr der Ringe öffentlich und ungeniert zu seinen Äusserungen stand. Ein Weltsportchef und Mann des Geldes, der nicht nur allgemein die künstlich- pharmazeutische Leistungssteigerung bejaht, sondern überdies die Ansicht vertritt, dass es irgendwelche Pharmasubstanzen geben könnte, die man an gesunde junge Menschen verfüttern dürfe - das war nicht mehr hinzunehmen. Und so wurde, nur Tage später, die fromme Idee von der olympischen Anti-Doping-Weltkonferenz geboren.

Sauberkeit predigen, Doping praktizieren

Wesentlich an dieser Episode ist, dass sie das Spannungsfeld illustriert, in dem sich das Drama des Dopings seit nunmehr fast drei Jahrzehnten abspielt. Das IOK tut heute schon wieder so, als hätte es mit dieser Weltkonferenz 1999 richtig auf den Tisch hauen und den Drogengebrauch im Sport endlich ausrotten wollen - tatsächlich war sie eine Reparaturaktion für das Porzellan, das Samaranch in der Öffentlichkeit mit seinem Pro- Drogen-Appell zerschlagen hatte. So funktioniert das grosse Spiel mit dem teuren Sport und dem gefährlichen Doping: Die verantwortlichen Funktionsträger haben stets das eine gepredigt und das andere praktiziert - beziehungsweise praktizieren lassen.

Doping ist naturgemäss eine Verschwörung auf breiter Ebene. Experten wie der reich dekorierte deutsche Zellforscher Professor Werner Franke aus Heidelberg oder Professor John Hoberman an der Universität Austin (Texas) haben beeindruckende Nachweise geführt, dass es in hohen Funktionärsetagen ein diffuses Interessengebilde gibt, das sie als betrügerischen Internationalismus des globalen Sports decouvrieren. Eines Sports, der die Fülle seiner widerstreitenden nationalen Interessen einem besonderen kosmopolitischen Wert unterordnet: dem pharmazeutischen Leistungsbetrug. Ohne den kann der zum Boom verdammte Spitzensport auf Dauer keine Wachstumsbranche bleiben mit immer tolleren Rekorden, immer grösseren Spektakeln. Also herrscht ein stiller Grundkonsens unter den Verantwortungsträgern darüber, dass der artifizielle Treibstoff für die grosse Muskelshow erhalten bleiben muss.

Die olympische Bewegung unter Leitung Samaranchs hat sich seit Mitte der achtziger Jahre zur Steuerzentrale dieses enormen Wirtschaftstrusts aufgeschwungen. Seither gruppierten sich die Sportverbände mit wachsender Begehrlichkeit hinter dem undemokratisch strukturierten und politisch undurchschaubaren IOK, immer mehr verlegten sogar ihre Verbandszentralen nach Lausanne. Das IOK kontrolliert den Sport - und damit sich selber. Ein Vergleich mit dem Vatikan, der unter Einsatz einer altertümlichen Einheitsrhetorik und auf einem dicken Teppich aus Ritualen und Liturgien die katholische Kirche regiert, ist keineswegs konstruiert. Eine Weltsportregierung wie das IOK ist zwar ein Anachronismus aus Feudalzeiten. Doch fraglos ist sie auch die beste Art, um den Sportbetrieb nach Belieben lenken zu können, ohne wachsame Augen und kritische Begleitung von aussen fürchten zu müssen. In der Konsequenz ist es aus Sicht des Olymps zu begrüssen, dass der Sport im verharmlosenden Umgang mit seinem gefährlichsten Sprengpotenzial, dem Doping, über ein weltweites Muster an Aktivitäten verfügt, die sich als resistent gegenüber jedem Regelwerk erwiesen haben.

Ahnungslosigkeit als Kardinaltugend

Wenden wir uns dem Sittenbild des olympischen Doping-Sports zu, den politische und wirtschaftliche Kräfte jederzeit massiv durchwirken. Man kann, das ist bezeichnend für die innere Gesamtverfassung, die Beispiele beliebig auswählen. Gehen wir also zurück zu den letzten Olympischen Spielen, den Winterspielen 1998 im japanischen Nagano. Dort war in der Woche vor der Eröffnungsfeier die Regierung des IOK, das Exekutivkomitee, zusammengetreten, um unter grosser Medienbegleitung die Welt des Sports zu säubern. Das war notwendig geworden, weil es gerade wieder weltweit üble Doping-Schlagzeilen gegeben hatte, die ihre Schatten nun auch auf Olympia warfen. In den Wochen vor Nagano war an den Schwimm-WM in Perth das öffentliche Interesse vollständig von Medikamentenfunden und Zoll- und Polizeirazzien in den Athletenunterkünften absorbiert worden. Im Zentrum der Betrügereien stand die Mannschaft aus China. Gleich nach der Ankunft in Australien wurden Wachstumshormone aus der Thermosflasche einer Athletin gefischt. Ein Skandal also. So etwas ist brandgefährlich für den Olymp. Nicht wegen der betroffenen Athleten, die im IOK nichts Massgebliches zu sagen haben, sondern wegen der Geschäftskultur. Doping bringt über negative Presseberichte letztlich auch die Sponsoren und selbst die Fernsehsender in die Bredouille.

Die IOK-Spitze tagte in Nagano zum Problemkomplex des Dopings in China. Als danach das deutsche Exekutivmitglied Thomas Bach die Pressevertreter seines Landes zum Gespräch lud, strahlte er vor Glück. Denn: Rein nichts war dran an den bösen Gerüchten, so wollte das Gremium aus Bankern, Juristen und Kaufleuten fachkundig ermittelt haben. «Es gibt kein systematisches Doping in China», teilte Bach der Runde mit. Für diese These trug der Doktor der Jurisprudenz den Journalisten drei seiner Meinung nach «zwingende Gründe» vor. Erstens: die «persönliche Glaubwürdigkeit» des chinesischen IOK-Mitglieds He Zhenliang. Dieser, ein Altgedienter des repressiven Systems in Peking, habe den Kollegen auf Treu und Gewissen erklärt, was sich so tut im weltoffenen China. Dabei hatte He mit dem nichts sagenden Hinweis gepunktet, dass in China gerade erst eine Konferenz nationaler Sportführer zum Thema Doping stattgefunden habe - kann man da noch dopen? Wenn doch gerade eine Konferenz stattgefunden hat? Der zweite Grund für Bach: Die politische Situation in China, hatte der deutsche Industrieanwalt dank He Zhenliangs Vortrag erkannt, sei «nicht mit der in der DDR vergleichbar. China muss sich nicht profilieren über den Sport.» Auch dies ist nichts als eine kühne Konstruktion, der die Dopingstatistiken der letzten Jahre massiv entgegenstehen. Dann Bachs drittes Argument: Ausgebuffte Doper seien nicht so dumm, das Zeug in Koffer oder Thermosflasche mit sich herumzuschleppen.

Chinas stramme Athleten waren allerdings nicht erst 1998, sondern schon früher häufig als systematische Doper aufgefallen - ein Sachverhalt, der nicht zuletzt zu anhaltenden sportpolitischen Zerwürfnissen mit den Olympiakomitees in den USA und Australien führte. Doch offenbar zählt das für Mitglieder des Weltsport-Vatikans nicht zum Pflichtwissen. An den Asienspielen 1994 in Hiroshima war gleich ein knappes Dutzend Chinesen mit dem anabolen Steroid Dehydrotestosteron geschnappt worden. Insgesamt waren es in jenem Jahr sogar 31 Dopingfälle, am Ende mussten die Chinesen den Schwimm-Weltcup in Peking absagen, weil sich die Gefahr eines internationalen Boykotts zusammenbraute. Gleichwohl hatte Samaranch noch zur Eröffnung dieser Asienspiele behauptet: «Chinas grossartige Athleten sind frei von Doping!» Da er nie Biochemie studiert hatte, leitete er seine Unbedenklichkeitserklärung für Chinas Sportler einfach aus dem Reich der Zahlen ab: Ein Land mit 1,2 Milliarden Menschen produziere eben mehr Hochleistungssportler als eines mit nur wenigen Millionen. Das Beispiel DDR steht dieser Aussage diametral entgegen: in seinen allerbesten Dopingzeiten, etwa an den Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul, räumte der bankrotte Kleinstaat 102 Medaillen ab. Chinas gigantisches 1,2-Milliarden-Volk aber kam nur auf kümmerliche 28 Plaketten.

In der Ära, in der Samaranch die Geldmaschine IOK über den Werbewert von Muskeln und Rekorden auf Hochtouren brachte, kochten synchron dazu auch die Giftküchen in aller Welt über. Man hat das bewusst toleriert. Das staatlich verfügte und gelenkte Doping in der Sowjetunion und ihren Satellitenstaaten, immer forsch vorneweg die kleine DDR, durfte wider besseres Wissen erblühen und gedeihen. So infizierte in der hart konkurrierenden Sportwelt einer den anderen, schon der gewaltige Erfolg der DDR-Athleten an den Olympischen Spielen in Montreal 1976 traumatisierte das westdeutsche und andere westliche Sportsysteme. Die verbreitete Annahme, die rasch zur Gewissheit wurde, dass nämlich anabole Steroide die zentrale Rolle bei der Erringung solcher Meriten spielten, überzeugte auch viele westliche Sportmediziner davon, dass die Zeit reif sei für eine kontrollierte Abgabe von Anabolika an Athleten.

Füchse bewachen den Hühnerstall

Die IOK-Konferenz gegen Doping 1999 wurde insofern ein Erfolg, als erstmals alle Welt erleben (und bemängeln) konnte, dass das IOK keine Richtlinienkompetenz im Kampf gegen den Leistungsbetrug ausübt. Angeführt vom neuen deutschen Innenminister Otto Schily rügten die Ministeriellen aus den Ländern der EU das geheimbündlerische Gebaren des IOK und sprachen ihm Glaubwürdigkeit und Führungskompetenz in Dopingfragen ab. Die Sportbarone, geschwächt durch die Korruptionsaffäre von Salt Lake City, wurden im eigenen Haus vorgeführt und fühlten sich gekränkt. «Seit heute Morgen um zehn Uhr drei haben scheinheilige Politiker begonnen, uns die Welt zu erklären», meckerte IOK-Vorstand Kevan Gosper unter Freunden am Abend des Eröffnungstags.

Dabei ist dies heute nicht mehr der Fall, jedenfalls nicht mehr so sehr wie einst: Scheinheilige Politiker - nachweislich vor allem aus den konservativen, stärker patriotisch geeichten Lagern - hatten den Doping-Entwicklungen früher mehr Vorschub geleistet. So wie in Westdeutschland, wo es etwa von 1987 bis 1989 eine vom Bundesinnenministerium mit 300 000 Mark geförderte Testosteron-Studie unter Leitung des vor kurzem verstorbenen Olympia-Chefarzts Joseph Keul gab. Gedopt wurde zu frommen Forschungszwecken, zumindest im Langlauf wurden für die nationale Aufgabe auch Kaderathleten gespritzt - aus Steuergeldern und natürlich nur, um zu beweisen, dass Testosteron-Doping im Ausdauersport nichts nutzt. Nicht auszudenken, wenn das (ja andernorts gültige) Gegenteil nachgewiesen worden wäre. Noch Schilys Amtsvorgänger, der später im CDU-Spendensumpf untergegangene Manfred Kanther, vertrat offiziell die Ansicht, dass Olympiamedaillen ein nationales Anliegen seien, ein «Ausweis des Leistungsvermögens eines Volkes».

Dass seither vor allem in Europa die Windrichtung gewechselt hat, war den IOK-Baronen schon vor der Anti-Doping-Weltkonferenz bekannt. So war es ja keineswegs der Sport, sondern die energische Sportministerin Marie-George Buffet, die in Frankreich den Tour-Saustall ausmisten liess. Ihr Vorgänger Guy Drut, ein IOK-Mitglied, hat derlei Massnahmen nie erwogen - solche Leute werden gebraucht im Olymp, dem er seit 1996 angehört. In Italien hat 1998 die neue Sportministerin Giovanna Melandri gleich das gesamte dopingverseuchte Olympiakomitee Coni umstrukturiert und umbesetzt.

Das war nötig, die Staatsanwaltschaft ermittelt seit Jahren wegen umfassender Dopingvergehen, die im Coni und unter seiner Kuratel abgelaufen sind. Nicht nur gegen den damaligen Coni-Chef Mario Pescante, der darob zurücktreten musste (ohne sein Amt als IOK-Mitglied niederzulegen), sondern auch gegen einen der rührigsten olympischen Anti-Doping-Experten überhaupt, Professor Francesco Conconi. Der war vom IOK immer wieder mit zuletzt siebenstelligen Summen ausgestattet worden, um Zukunftsweisendes zu erforschen. Etwa, wie man künstliches Erythropoietin (EPO) im Athletenkörper nachweisen kann. Es hat burleske Züge, wie hier der Bock zum Gärtner gemacht wurde - just Conconi galt, schon Jahre bevor die Justiz gegen ihn ermittelte, als führender EPO-Guru in der Spitzensportbranche. Die Staatsanwaltschaft stellte in seinem Arbeitsumfeld sogar Namenslisten sicher, auf denen sich die Prominenz aus einschlägigen Disziplinen nur so tummelte, besonders aus dem Rad- und dem Langlaufsport. Die unter Verdacht geratene italienische Langläuferin Manuela di Centa fand sich aber gleichwohl im Dezember 1999 als neues Mitglied im «reformierten» IOK wieder.

Weshalb die Politik gefordert ist

Einen Fuss immerhin hat die Politik nun in die Welt des Sports gesetzt. Mit der in Lausanne vereinbarten neuen und weltweit tätigen Anti- Doping-Weltagentur (Wada) soll ein Instrument entstehen, auf das wirklich unabhängige Kräfte von ausserhalb des Sports Zugriff haben. Natürlich wollte sich das IOK zunächst auch hier nicht in die Karten blicken lassen, Samaranch beanspruchte den Vorsitz in der Wada für sich, doch den Zahn zogen ihm die Politiker. Nun führt IOK-Vizepräsident Pound das Gremium während der Entstehungsphase, doch auch der Wirtschaftsanwalt aus Kanada, der zugleich die Milliardensummen für den Olymp mit Fernsehen und Sponsoren aushandelt, ist keine geeignete Führungsperson. Offenkundig sind die Interessenkonflikte. Es ist aber nicht anzunehmen, dass das IOK freiwillig irgendwelche Machtbereiche in einer neuen Anti-Doping-Politik abtreten wird. Abhilfe kann nur aus den führenden Sportnationen kommen.

Man muss kein Verfechter staatlicher Einmischung sein, um zu erkennen: Wer, wenn nicht die Politik, kann das Ruder herumreissen? Effektive Massnahmen kamen bisher nur - und nur in jüngster Zeit - von Seiten einiger Regierungen: Die Verschärfung der Anti-Doping-Gesetze in Frankreich und Italien hat alteingesessene Personalstände komplett erneuert, die Berliner Prozesse zeigen, wie hart man gegen sportive Drogendealer und -verabreicher vorgehen darf. Dazu gibt es neue, furchtlose Anti-Doping-Hardliner wie den US-Drogenbeauftragten Barry McCaffrey, der das Dopingproblem für lösbar hält: Man müsse nur Geld, Intelligenz und genug politischen Willen investieren. Von den anderen Geldgebern des Olymps, den Sponsoren, kann da nichts erwartet werden. Sie wollen das Spektakel, der Rest ist egal - deshalb waren sie über zwei Jahrzehnte der kongeniale Partner für Samaranchs IOK. Das hat über Jahrzehnte bewiesen, dass es Doping als PR-Problem betrachtet. Der Berliner Philosoph und Sportwissenschafter Gunter Gebauer diagnostiziert: «Ein zentralistisches, rigoroses und teilweise sogar autoritäres Auftreten des Staates ist, gestützt von einer journalistischen Aufklärung, das einzige Gegengift gegen dieses Gebaren des IOK.»

Tagesausgabe | Monatsarchiv | Suchen in Tagesausgabe | Suchen im Monatsarchiv
 

Seitenanfang Frontpage
Impressum Webmaster Werbung

© AG für die Neue Zürcher Zeitung NZZ 2000