SV LIMMAT

Schwimmverein Limmat Zürich



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Welcher Sport bei Arthrose?

© Felix Gmünder, Schwimmverein Limmat Zürich
Bewegungsmangel lässt Gelenke rosten. Diese Weisheit gilt auch bei Arthrose. Regelmässiger Sport erhält die Funktion, lindert Schmerzen, lenkt ab und hat positive Auswirkungen auf die Psyche. Allerdings sind nicht alle Sportarten für Patienten mit Arthrose geeignet [Begriffserkläung Arthrose | Arthrose und Sport].

Gymnastik und Schwimmen

Während Leistungssport die Entstehung einer Arthrose eher begünstigt, hat eine mässige, aber regelmässige Bewegung erfahrungsgemäss positive Effekte auf das Gelenkleiden. Basis einer jeden sportlichen Betätigung für Arthrosekranke ist Gymnastik. Dehnungsübungen verbessern die Gelenkmobilität. Darüber hinaus sind empfohlen gleichmässig rhythmische Sportarten mit geringer Impulsbelastung und ohne extreme Bewegung der Gelenke. Diese Anforderungen werden insbesondere vom Schwimmen erfüllt. Positiv wirkt sich dabei eine hohe Wassertemperatur von ca. 30 Grad aus. Als Schwimmstil sollten Kraul- und Rückenschwimmen favorisiert werden, da sich Brustschwimmen via Hyperlordose (Hohlkreuz) ungünstig auf Nacken und Rumpfmuskulatur auswirkt.

Velofahren nur im niedrigen Gang

Neben dem Schwimmen kommt das Aquajogging mit Auftriebsweste in Frage. Selbst bei fortgeschrittener Gon- oder Coxarthrose können die Gelenke dabei belastungsfrei durchbewegt werden. Ebenfalls empfehlenswert ist das Radfahren. Allerdings sollte dabei eher eine kleine Übersetzung gewählt werden, also lieber schnell und dafür aber ohne grosse Last in die Pedale treten.

Kein Jogging

Jogging tut hingegen nicht allen Arthrotikern gut. Die Gelenkbelastung beträgt nämlich bei jedem Schritt das 2,5- bis 3fache des Körpergewichtes. Bei Übergewichtigen und Untrainierten kann das problematisch werden. Dann empfiehlt sich eher das Walking, sprich schnelles Gehen. Stossdämpfendes Schuhwerk ist für alle Laufsportarten Pflicht. Als saisonale Ergänzungssportart kann auch Skilanglauf Gutes bewirken. Bei mangelnder Technik setzt man sich einem erhöhten Verletzungsrisiko aus. Geübte jedoch können diese Sportart ohne Bedenken bis ins hohe Alter praktizieren. Gleiches gilt übrigens für Tennis oder sogar Inlineskating: Wer es vorher schon konnte - und es nicht erst als Arthrotiker neu lernen muss -, darf seinem Hobby ruhig weiter frönen. In angemessenem Tempo, versteht sich.


Quelle: Klaus Steinbach et al., Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin 2001; 52: 109 - 112


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