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Schwimmverein Limmat Zürich



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Schwimmen: Bodysuit - Fastskin

© Felix Gmünder, Schwimmverein Limmat Zürich

Der passende Link: Die Geschichte des Badeanzugs

17.3.2004 ARENA: Wir sind einfach schnell. Ganz nach Albert Einsteins Motto "Mach es so einfach als möglich aber nicht noch einfacher" ist ARENA's PowerSkin gebaut. "PowerSkin is einfach und leicht zu verstehen," sagte ARENA-Präsident Bill Bettencourt. "Es handelt sich um den leichtesten Anzug der auf dem Markt ist. Er absorbiert praktisch kein Wasser und prouziert nahezu 0% Widerstand. Alle Schwimmer wissen, dass Wasser schwer ist, vor allem, wenn man es z.B. 400 m weit schleppen muss. Bei uns braucht niemand einen Physikabschluss, um unsere Technik zu verstehen." Gemäss Arena hat die Arizona State University im letzten August nachgewiesen, dass PowerSkin alle anderen Marken in Bezug auf den Wasserwiderstand klar distanziert. Der technologische Ansatz um den Widerstand zu reduzieren ist den Delfinen abgeguckt: Möglichst glatte Oberfläche. Die anderen Marken halten es mit der rauhen Haut der Haie [Funktionsweise der Bodysuits]. Mit ARENA schwimmt u.a. Alex Popov, der schnellste Schwimmer der Welt. Line element 15.3.2004 TYR reduziert Widerstand um 53%. Um sensationelle 53% soll der Wellenwiderstand des Menschen bei Verwendung der neuen TYR-Schwimmanzüge gesenkt werden, glaubt man den Angaben des Herstellers. "Ab dem Eintauchen entsteht der Wellenwiderstand, gebildet durch die Turbulenzen um den Körper. Je grösser der Wellenwiderstand, desto mehr Energie wird verpufft," sagte TYR-gründer und Vizegeschäftsführer Steve Furniss. In Zusammenarbeit mit der University of Buffalo sei es zum ersten Mal gelungen, die Dynamik der Turbulenzen in den Griff zu bekommen. Bei Geschwindigkeiten um 2 m/s werde der Gesamtwiderstand um 10%, und der Wellenwiderstand um unerreichte 53% gesenkt (Industrieangaben) [Originalartikel]. Line element 9.3.2004 Neuer Speedo-Anzug enthüllt. Für die in Sydney durchgeführte Enthüllungszeremonie des neuen Speedo Fastskin FSII wurde Michael Klim in ein mit Kiemen ausgeatattetes Meerestier umgewandelt. Nach Klims Aussage ist der Anzug spürbar schneller: "ich habe ihn eine Zeit lang ausprobiert und bin begeistert. Ich werde ihn an den Trials unter Wettkampfbedingungen testen." Speedo behauptet, der Anzug sei 4% schneller als der alte Fastskin. Was immer das heisst und wenn das stimmt, können wir uns auf einige neue Weltrekorde freuen ... [Speedo Aqua Lab]. Line element 9.3.2004 Hackett wird Ganzanzug tragen. "Bis heute waren die AnzŸge fŸr mich zu eng und um die Schultern zu knapp. Ich hatte eigentlich nie die volle Bewegungsfreiheit," sagte Hackett, als er ankŸndigte, in Athen zum ersten Mal einen Ganzanzug tragen zu wollen. "FŸr einen Langstreckenschwimmer wie mich sind solche Dinge entscheidend. Speedo hat jetzt aber einen neuen ANzug auf Lager, der alle Vorteile kombiniert und die Nachteile eliminiert," kŸndigte Hackett im Hinblick auf das heutige Medienereignis an. "Man spŸrt gar nicht, dass man einen Schwimmanzug trŠgt." Das Medienereignis soll auf NBC Ÿbertragen werden. Line element 8.3.2004 Auch TYR präsentriert "revolutionären Bodysuit". "Der Unterschied zwischen Gold und Silber kann nur wenige Hunderstel betragen. Bei optimaler Technik und Fitness bleibt nur noch Eines: Der Schwimmanzug," sagte Steve Furniss, Gründer und Vizevorsitzender der Geschäftsleitung des in Kalifornien angesiedelten Herstellers von TYR-Schwimmanzügen. TYR, dem Namen einer mytischen nordischen Kriegsgöttin nachempfunden, war bislang im Schwimmsport wenig verbreitet. Schon eher trifft man diese Anzüge in der Tri- und Fitnessszene an. TYR behauptet nun wie viele andere vorher, sie könnten den Oberflächenwiderstand durch die spezielle Gestaltung der Gewebeoberfläche um wenige Prozent reduzieren. Dieses Mal heisst der Trick "Turbulator". Wie die Mikrohaizähne von Speedos Fastskinanzügen soll der Turbulator die Fluiddynamik im Bereich der kleinsten Wirbel, der Eddies, günstig beeinflussen [Bodysuits: Nochmals überdacht]. 3 % weniger Widerstand nimmt TYR für den neuen Anzug in Anspruch. Morgen lüftet Speedo den Schleier ... [Artikel auf Englisch mit Foto]. Line element 4.3.2004 Speedo kündigt "revolutionären" Schwimmanzug an. Gleichzeitig in New York, London und Sydney wird von Speedo am Dienstag, 9. März 2004, der "nachweislich schnellste Schwimmanzug" vom Speedo-Team präsentiert werden. Im 11-köpfigen Speedo-Team sind Michael Phelps (USA), Grant Hackett (AUS), Michael Klim (AUS), Inge de Bruijn (NED), Jenny Thompson (USA), Massimiliano Rosolino (ITA), Katy Sexton (GB), Hannah Stockbauer (GER), Amanda Beard (USA), Lenny Krayzelburg (USA) and Kosuke Kitajima (JPN) [Voranschau einiger USA-Photos]. Line element 20.7.2003 Adidas lanciert neuen Thorpedo-Swimsuit. Kurz vor Beginn der Weltmeisterschaften stellte ADIDAS den neuen Anzug JETCONCEPT den Medien vor - ohne persönliche Präsenz von Ian Thorpe. Da das Aussie-Team von Speedo gesponsert wird, wollte sich Thorpe nicht in Schwierigkeiten bringen. In einer Videodemonstration schildert Ian Thorpe, dass das neue Produkt nicht nur den Widerstand reduziere duch eine glatte Oberfläche reduziere. Durch die auf der Oberfläche vorhandenen Noppen werde der Fluss des Wassers über die Oberfläche noch weniger gebremst. Solche Noppen werden von Aerodynamikern verwendet, um Eddies und Microeddies (das sind kleinste störende Wirbel) an der Oberfläche von Flugzeugen zu eliminieren [Mehr]. Speedo versucht diesen Effekt beim Fastskin durch den Einbau von kleinsten "Haifischzähnen" zu erzielen [Mehr]. Der neue Adidas-Anzug sitze so satt auf der Haut, dass Thorpe 15-20 Minuten für das Anziehen brauche. Thorpe wird ihn beim 400er zum ersten Mal in der Öffentlichkeit tragen. Line element 16.7.2003 Auch Nike mit Bodysuit. Vier Jahre nach der Einführung des ersten Bodysuit - Fastskin von SPEEDO - präsentiert auch NIKE einen Bodysuit: Swift Suit! In Anlehnung an die Swift-Suit-Technologie für SprinterInnen auf der Eis- und Tartanbahn sei ein innovatives Produkt kreiert worden, das den menschlichen Körper hydrodynamischer gestalte. Der Nutzen von Bodysuits ist leider immer noch nicht bewiesen [Bodysuits im Schwimmen: Nochmals überdacht]. Line element 29.1.2003 Thorpe testet neuen Bodysuit. Aalglatt im neuen Adidas-Bodysuit eingekleidet, testete Thorpe seine Windschlüpfrigkeit im Windkanal des Autoherstellers Audi. Die Audi-Ingenieure glauben, dass die Ergebnisse aufs Wasser übertragbar sind. Thorpe will damit für die olympischen Spiele den entscheidenden Vorteil auf seiner Seite wissen: "Ich stecke viel Hoffnung in den neuen Anzug. Möglicherweise verleiht er mir die für den Gewinn der Goldmedaille notwendigen Hunderstel Vorsprung." Die vorteilhafte theoretische Wirkung von Bodysuits konnte in der Praxis bisher nicht bewiesen werden [Bodysuits im Schwimmen: Nochmals überdacht]. Line element 1.9.2002 Bodysuits im Schwimmen: Nochmals darüber nachgedacht / The Bodysuit in Swimming Reconsidered Line element 21.3.2002 Die FINA sanktionierte heute die Bodysuits von folgenden Herstellern: Adidas, Arena, Asics, Descente, Essenuoto Italia SAS, Diana, Nike, Speedo, Tyr, Zoggs International [Pressemitteilung FINA] [FINA-Regeln für die Sanktionierung]. Line element 10.3.2002 Neue Bodyssuit-Technologie für Grant Hackett. Hackett soll eine verbesserte Version des Speedo Fastskin erhalten, der es ihm an den Commonwealth-Spielen und den Panpazifischen Spielen erlauben soll noch schneller zu schwimmen. Hackett wird dazu in im April ins Speedo-Zentrum in Nottingham, Grossbritannien, reisen, um mit den Speedo-Entwicklern und -Ingenieuren zusammen zu arbeiten. Hackett war eigentlich bis jetzt davon überzeugt, dass Ian Thorpes Adidas-Anzug der bessere sei [Alles über Bodysuits]. Speedo habe jetzt aber 12 Monate in die Verbesserung des Fastskin investiert, sodass Hackett erstens glaubt, diese sitzen ihm besser und zweitens, dass sie schneller geworden sind. "Ich werde den neuen Anzug nach meiner Rückkehr von der Kurzbahn-WM in Moskau (3.-7.4.) testen," sagte er. "Ich will sicher sein, das er bequem ist und perfekt sitzt, bevor ich mit ihm Wettkämpfe bestreite. Die Chancen stehen aber gut, dass ich ihn an den Commonwealth-Spielen und den Panpazifischen Spielen tragen werde." Hackett trug an der WM 2001 in Fukuoka bei seinem sensationellen 1500-m-WR einen armlosen Knöchel-Halsanzug. Line element 11.3.2001 Holländische Studie sagt Bodysuits reduzieren Widerstand nicht. Eine Studie von Dr. Huub Toussaint und Kollegen von der Freien Universität Amsterdam (Fakultät Human Movement Sciences) ergab, dass die Bodysuits entgegen den Herstellerangaben keine nennenswerte Reduktion des Wasserwiderstands ergeben. Speedo behauptete, dass Fastskin gegenüber normalen Badeanzügen den Widerstand um rund 7.5% reduzierten. Die Holländer führten Widerstandsmessungen im Hallenbad Sportfondsenbad Amersfoort mit 13 SchwimmerInnen von internationalem Niveau durch, indem diese mit mit normalen Schwimmhosen/-anzügen und Fastskin mit Wettkampfgeschwindigkeit schwammen. Resultat: Statistisch kein signifikanter Unterschied. Die Versuche von Toussaints Gruppe bestätigen die früheren statistischen Untersuchungen an den US-Trials 2000 von Joel Stager, Indiana University[Link]. Siehe auch Bodysuits-Seite. Line element 21.9.2000 Die Haifischhaut garantiert hohe Tempi und lenkt von der Dopingfrage ab Line element 10.9. Letzter verzeifelter Versuch: Forbes Carlile, Australiens früherer Cheftrainer, will am Kongress der FINA vor Beginn der Olympiade noch ein Verbot der umstrittenen Bodysuits durchsetzen. Carlile stellt sich mit der Forderung ganz offensichtlich gegen seinen eigenen nationalen Verband, der die Anzüge nach einem Grundsatzentscheid des internationalen Sportgerichtshofs zugelassen hat. Am Fina Kongress nehmen Delegierte aus 173 Nationen teil. Carlile will das Moratorium mit der Begründung durchbringen, dass kleinere, finanzschwache Verbände wegen den teuren Häuten benachteiligt seien. Line element 5.9. Bodysuits "nützten nichts" an den US-Trials: Joel Stager, Indiana University, hat die Trials im Detail ausgewertet und präsentiert nun die Resultate Line element 18.8. Speedo präsentierte in Sydney mit viel Brimborium den australischen Bodysuit für die Olympiade - doch ein Star wird ihn nicht anziehen: Ian Thorpe hat eine spezielle Ausnahmebewilligung für seinen Adidas-Anzug. Alle 44 australischen SchwimmerInnen werden 4 Wettkampf- und 5 Trainingsanzüge erhalten. Die Farben des Aussie-Fastskin sind überwiegend Blau mit etwas Grün und Gold. Line element 20.7. Die endlosen Bodysuit-Debatten werden langsam lästig für die SchwimmerInnen. Die US-SchwimmerInnen werden langsam überdrüssig ob des dauernden Hin und Hers. Nachdem US-Swimming entschieden hatte, dass Bodysuits an den Trials nicht erlaubt sind, hatten sie sich auf diese Ausgangslage eingestellt. Jetzt, 2 Wochen vor den Trials, müssen sie sich umstellen und überlegen was am Besten zu tun ist. Hinter dem ganzen Hin und Her steht ja nicht der Sport sondern das Geschäft. Sportliche Gewinner sind möglicherweise diejenigen, die schon immer auf Bodysuits gesetzt haben, z.B. 200-Delfin-WR-Halter Tom Malchov: "Warum sollten wir die Anzüge an den Trials nicht tragen - in Sydney sind sie ja erlaubt." Demgegenüber meint der Sprinter Bill Pilczuk, dass die Auftrieb verleihenden Anzüge die muskulöseren SchwimmerInnen bevorteilt (weil sie in der Regel tiefer im Wasser liegen), die Legalisierung sei unfair für die Mageren. Die Rückenschwimmerin Bedford glaubt, dass die jüngeren und unerfahreneren SchwimmerInnen mit dem neuen Entscheid schlechter fahren werden.

Die Schuld am Hin und Her nur US Swiming anlasten zu wollen ist nicht richtig. US Swimming verlangte von den Herstellern TYR, Adidas, Speedo und Nike, dass sie allen rund 1300 Trial-TeilnehmerInnen bis am 16.6. Anzüge zur Verfügung stellen müssten. Nur Adidas war ursprünglich in der Lage. Darum entschied US Swimming am 22.6. gegen die Verwendung der Bodysuits an den Trials. Nachher kehrte die Meinung der Hersteller plötzlich um, es ginge jetzt doch. Line element 19.7. Kehrtwende bei US Swimming: Bodysuit-Verbot für die US-Trials aufgehoben. Auf Druck von TYR hat die Leitung von US-Swimming mit 15 zu 6 Stimmen den früheren Entscheid aufgehoben: Alle von der FINA bewilligten Anzüge sind gestattet. Das Verbot sei unter dem Eindruck entstanden, dass die Hersteller die Versorgung nicht sicher stellen könnten. Diese Annahme habe sich jetzt als falsch heraus gestellt, der neue Entscheid sei nicht leicht gefallen. Line element 16.7.2000 Die Bodysuit-Hersteller erwarten nächste Woche einen Entscheid hinsichtlich der Frage, ob an den US-Trials nun doch Bodysuits getragen werden dürfen. Nachdem TYR beim USOC Protest eingelegt hat, wird, falls TYR und US Swimming bis am Dienstag keine Einigung erreichen, ein Schiedsgericht (American Arbitration Association) einen Entscheid fällen. Line element 14.7. Druck auf US Swimming wächst: Adidas gelangte an US Swimming, um das Trageverbot von Bodysuits an den US-Trials umzustossen. Sie sagen, sie hätten genügend Anzüge, um die rund 1300 WettkämpferInnen auszustatten. Nike und Speedo haben aber offenbar Lieferschwierigkeiten. Der US-Olympiatrainer Mark Schubert will endlich wissen was jetzt gelte. Man solle sich auf das Schwimmen konzentrieren. Er hoffe, dass der Entscheid von US Swimming nicht aufgehoben werde - die SchwimmerInnen seien zufrieden damit. Line element 12.7.2000 TYR ficht Bodysuit-Entschied von US Swimming an: TYR ist mit dem Verbot an den US-Trials nicht einverstanden und legt beim US Olympischen Komittee offiziellen Protest ein. US Swimming entschied aus Gründen der Verfügbarkeit und der Fairness, dass Bodysuits an den Trials nicht erlaubt sind, wohl auch, weil man von einzelnen Schwimmern juristische Schritte befürchtet. TYR sagt, dass der wahre Grund Speedos Lieferschwierigkeiten seien. TYRs eigener Bodysuit, Aquapel, sei aber verfügbar für alle. US Swimming halte sich nicht an die Freigabe der Anzüge durch die FINA und die Bestätigung dieses Entscheids durch den internationalen Sportsgerichtshof. Die Sportgesetzgebung in den USA besage, dass die Entscheide internationaler Sportsbehörden durch nationale Verbände nicht aufgehoben werden könnten. Line element 4.7. Auch mit ARENA werden Gold-Medaillen erzielt: In letzter Zeit machten die Bodysuits von adidas und Speedo Schlagzeilen. Doch auch mit ARENA kann man schwimmen und zwar schnell: Das von ARENA entwickelte "PowerSkin"-Gewebe wurde von Peggy Büchse (5 und 25 km), Emiliano Brembilla (400 m Freistil) und Alex Popov (4x100 m Freistil) getragen: Peggy mit langen, Emiliano und Alex mit kurzen Beinanzügen. Line element 2.7. Was ist eigentlich ein Bodysuit: USA Swimming hat den Bodysuit definiert als Schwimmanzug, der länger als die Knie ist oder Teile der Arme bedeckt. In den US-Trials dürfen solche Anzüge nicht benutzt werden. Line element 30.6. Wird Popov jetzt einen Bodysuit tragen oder nicht? Wie Arena, der Sponsor von Popov mitteilt, wird Popov eine kurze ARENA PowerSkin Badehose tragen - keinen Bodysuit. Er sei am Überlegen, ob er nicht doch den PowerSkin-Bodysuit ausprobieren und tragen solle, wenn alle anderen Nationen dies tun. Line element 26.6. Popov wird bei seinen "billigen" Badehosen für 45 Franken bleiben: Seinen 50-m-Frei-Rekord hat er in gewöhnlichen Badehosen erzielt - er habe verschiedene Bodysuits probiert und sei mit keinem zufrieden gewesen. Line element 23.6. Keine Bodysuits an den US-Trials: Aus Gründen der Fairness und um rechtliche Schwierigkeiten zu vermeiden, dürfen an den US-Trials vom 9.-16.8. in Indianapolis keine Bodysuits getragen werden. Das beschloss der Vorstand von US Swimming mit 16 zu 3 Stimmen gegen den Vorschlag der Geschäftsleitung. Line element 22.6. USA Swimming wird heute entscheiden, ob Bodysuits an den US-Trials vom August in Indianapolis zugelassen werden. Da nicht alle WettkämpferInnen einen Anzug besitzen werden, werden rechtliche Schwierigkeiten befürchtet. Die Bodysuit-Produzenten wurden nämlich aufgefordert, genügend Anzüge für die evtl mehr als 1200 Teilnehmenden bereit zu stellen. Von den vier Firmen Speedo, adidas, Nike und Tyr ist gemäss USA Swimming einzig adidas in der Lage, diese Zahl zu garantieren. Line element 8.6.2000 Britische SchwimmerInnen dürfen Bodysuits tragen, gemäss Mitteilung des Britischen Olympiaverbandes BOA (alle Marken). Da das britische Olympia-Team von adidas gesponsert wird, müssen auf Fastsuits die Markenzeichen entfernt werden. Der Britische Schwimmverband, welcher mit Speedo einen Vertrag hat, findet, die Mitteilung des BOA sei "verwirrend". Die Frage, was ein Bodysuit sei, sei nicht beantwortet worden: sind alle Anzüge, die grösser als ein normaler Anzug oder Hose sind, automatisch Bodysuits? Line element Bodysuits17.5. Bodysuits dominierend auf den Freistilstrecken - und nur bei den Spitzenschwimmern. An den Aussie trials werden Bodysuits (z.B. von adidas von Thorpe und Speedo von den meisten anderen) zumeist auf den Freistilstrecken getragen - und zwar nur von den wenigen SptzenschwimmerInnen (s. Bild 400 Freistil-Final). Im Brust und Delfin sind praktisch nur die klassischen Schwimmanzüuml;ge vertreten. Line element 13.5.2000 Mit Fastsuit 3% schneller? Der Ingenieur und Schwimmtrainer John Waring erläutert die Facts [Zitat aus dem englischen von der Redaktion übersetzt aus Swimnews.com]: " Ich habe eine grosse Fehlinterpretation in Bezug auf die Rolle der Wasserwiderstandsverminderung auf die Zeitreduktion festgestellt. Kurz gesagt bedeuten 10% Widerstandreduktion nicht 10% Reduktion in der erzielten Schwimmzeit. Ich bin Ingenieur, Schwimmer und Trainer. Als Ingenieur bin ich aus ethischen Gründen verpflichtet euch zu sagen, dass ich mit Speedo Amerika in einem Vertragsverhältnis stehe. Im besonderen habe ich die "Vortex Modifikation" der von Jenny Thompson und Lenny Krazelburg getragenen Schwimmanzüge erfunden, mit denen sie die Weltrekorde an den Panpazifischen Meisterschaften 1999 in Australien erzielt haben. Es ist meine Absicht, Missverständnisse in der Schwimmgemeinde in Bezug auf den Effekt von Anzügen ALLER Hersteller von widerstandsarmen Schwimmanzügen auf die Schwimmzeit auf zu zeigen. Alles was folgt, ist auf die Behauptungen aller Hersteller hinsichtlich Widerstandsreduktion anwendbar. Die Leistung eines Schwimmers, einer Schwimmerin, steigt im Kubik mit der Geschwindigkeit. Das bedeutet, dass, um doppelt so schnell zu schwimmen, eine Schwimmer, eine Schwimmerin achtmal so hart arbeiten muss. Die Leistung ist direkt vom Widerstand abhängig. Eine Verdoppelung des Widerstandskoeffizienten erfordert eine doppelt so hohe Leistung bei gleicher Schwimmgeschwindigkeit. Als Konsequenz bedeutet das, dass die erforderliche Leistung um schneller zu schwimmen bei weitem den Leistungsgewinn durch Widerstandreduktion übersteigt. Ich will jetzt nicht in alle Einzelheiten ein gehen. Aber, wenn man von einer konstanten Leistungsfähigkeit ausgeht (beispielsweise die maximale Leistungsfähigkeit in einem Wettkampf), kann man die Beeinflussung durch die Widerstandsreduktion wie folgt berechnen:

(Neue Finalzeit) = (alte Finalzeit) x [Kubikwurzel von] (1 - Widerstandreduktion)

Beispielsweise, wenn die Finalzeit eines Schwimmers, einer Schwimmerin, über 100 Freisteil 60 Sekunden beträgt, und er/sie einen Fastsuit anzieht, mit einer behaupteten Widerstandreduktion von 4% (= 4/100 = 0.04), dann wird seine/ihre neue Finalzeit wie folgt betragen: (Neue Finalzeit) = 60 x [Kubikwurzel von](1 - 0.04) = 59.19, was einer Zeitverbesserung von 1.3% entspricht. Das ist natürlich eine grobe Abschätzung, die unter anderem den Einfluss des Oberflächenschwimmens gegenüber dem Unterwasserbeinschlag vernachlässigt. Diese einfache Berechnung gibt aber eine genaue Vorstellung davon, wie gross der Einfluss eines solchen Anzuges etwa ist. Im Wesentlichen geht es darum zu sehen, dass ein besserer Anzug zwar einen Einfluss hat, dieser aber gegenüber einer besseren Schwimmtechnik und Fitness stark zu vernachlässigen ist. Anders gesagt ist es für dich wirksamer, regelmässig(er) ins Training zu gehen und auf deinen Trainer zu hören.
John Waring
Head Coach
Carleton University Swim Team" Line element 4.5.2000 Australiens Schwimmer sind verwirrt. Der von John Coates, Präsident des AOC, in Frage gestellte Entscheid des CAS, nämlich die Legalisierung der Bodysuits durch die FINA, erweist sich offenbar als Boomerang. Don Talbot, australischer Cheftrainer, stellt fest, dass das AOC zwar wohlmeinend sei, aber die Strategie falsch sei. Man könne nicht 20 Medaillen von den australischen SchwimmerInnen erwarten und gleichzeitig die Anzüge für die eigenen SchwimmerInnen verbieten. Die vom AOC verfolgte Strategie würde die SchwimmerInnen in Australien nur verwirren. Line element 3.5.2000 Bodysuits in Sydney legal: Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne schützt den Entscheid der FINA, dass Bodysuits, inklusive Fastsuit, an den australischen Trials vom 13.-20, Mai in Sydney und der Olympiade selber legal sind. John Coates, Präsident des AOC meint demgegenüber, dass immer noch keine Klarheit herrsche, insbesondere, ob es sich bei den Anzügen um "Schwimmhilfen" handle oder nicht. Coates hofft, dass diese Sache vor der Olympiade geklärt werde. [Kommentar Red.: Im wesentlichen geht es bei diesem Streit darum, dass sich die Australier letzte Sicherheit verschaffen wollen, ob die Anzüge legal sind oder nicht, um juristische Probleme an und nach der Olympiade zum vornherein aus zu schliessen. Mit diesem Entscheid des CAS und Speedos Angebot, allen (australischen) SchwimmerInnen einen Anzug zur Verfügung zu stellen, löst sich das vom AOC hochstilisierte Problem wahrscheinlich in Luft auf]. Line element 29.4.2000 Bald mehr Bodysuits? Der japanische Sportartikelhersteller ASICS plant ebenfalls einen Bodysuit auf den Markt zu werfen. Der Zeitpunkt wurde nicht bekannt gegeben. ARENA wird gerüchteweise mit einem Bodysuit im Juni an den Europameisterschaften Präsenz markieren. Line element 12.4.2000 Australian Swimming wird den kontroversen Bodysuit an den australischen Trials vom 13.-20. Mai zulassen, obwohl das Proteste nach sich ziehen könnte. Der Präsident Terry Gathercole sagte, dass der Wettkampf gemäss den FINA-regeln durchgeführt werde, und diese habe den Anzug sanktioniert. Speedo stellt für jede/n Schwimmer/in einen Fastsuit zur Verfügung. Line element 11.4.2000 Der Chef der amerikanischen Schwimmer bei den Olympischen Spielen, Dennis Pursley, beklagt sich über die für die Wettkämpfe zugelassenen Ganzkörperanzüge. Sie könnten die Wettbewerbe verzerren, da man damit um bis zu drei Prozent schneller ist als mit herkömmlichen Badeanzügen. Anzüge für jeden Schwimmer individuell. In einem Interveiw mit "Australian Radio" äusserte der Teamchef die Befürchtung, dass nicht alle Titelaspiranten dieselben Möglichkeiten haben, sich einen solchen Anzug zu kaufen. Dadurch erhielten bessergestellte Schwimmer einen unfairen Vorsprung gegenüber ihren Mitkonkurrenten. Da die neuen Anzüge für jeden Schwimmer individuell angefertigt werden, sind sie teuer und es dauert lange bis sie fertig sind. Deshalb ist es fraglich, ob die Hersteller in der Lage sind für alle Teilnehmer die neuen Anzüge zur Verfügung zu stellen. Die Rechtslage ist unklar. Pursley geht noch einen Schritt weiter und glaubt, dass die Anzüge dem Geist der Schwimmregeln widersprechen, obwohl sie vom internationalen Schwimmverband (FINA) zugelassen sind. "Bei der FINA gibt es einen Paragrafen der besagt, dass man keine Anzüge oder sonstigen Hilfsmittel benutzen darf, die die Leistung verbessern. Die Hersteller sagen jedoch, dass dem so ist und dass die FINA die Anzüge trotzdem zugelassen hat. Also ist für mich klar, dass entweder die FINA ihre selbst aufgestellten Regeln nicht beachtet oder dass die Hersteller falsche Angaben machen." Schnelle Reaktion in Australien. In Sydney reagierte das Australische Olympische Kommitee (AOC) prompt. Präsident John Coates setzte sich sofort mit dem Schiedsgericht für Sport (CAS) in Verbindung um abzuklären, ob die Anzüge den Regeln der FINA entsprechen. Coates will auf keinen Fall das Risko eingehen, dass einem Gewinner die Medaille abgenommen werden muss, falls ein Unterlegener deswegen beim CAS protestiert. Line element 8.4.2000 Unterminiert die FINA den Entscheid des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) über Fastsuit? Nach Aussage von John Coates, Präsident des Australischen Olympischen Komitees, ist die FINA erbost darüber, dass ihre Autorität vor dem CAS angefochten wird. Die FINA habe Speedo unter Druck gesetzt, dem AOC und dem CAS keine technischen Details über den Anzug mitzuteilen Line element 3.4.2000 Schweizer Fernsehen, Time-out, 21.05 Uhr: Die Sendung über Fastskin, den neuen Haifischhautanzug. Im Bild: Gerard Moerland und Remo Lütolf bei Tests in Magglingen [Bild Patrick Krämer]. Line element 30.3.2000 Der Internationale Sportgerichtshof in Lausanne hat den kanadischen Rechtsanwalt Professor Richard McLaren mit einem Gutachten über die Legalität des neuen Speedo Bodysuit beauftragt. Das Australische Olympische Komitee hatte die Untersuchung beantragt, um für Sydney Klarheit zu schaffen. Gemäss AOC-Mitglied Simon Rofe wird McLaren die Argumente des AOC und von Speedo prüfen. Die FINA wurde auch um eine Stellungnahme gebeten, aber sie hat sich ja schon eine Meinung gebildet, nämlich, dass diese Anzüge legal sind. Line element 29.3.2000 Australische SchwimmerInnen sind verunsichert und beunruhigt: Grant Hackett und Susan O'Neill mischen sich nun auch in die Bodysuit-Debatte ein, indem sie aussagten, dass ihre Begeisterung an der Olympiade in einem solchen Anzug zu schwimmen, stark abnehme. Hackett sagte, er werde nerv&oum;s bei dem Gedanken, dass er etwas Illegales tun könnte. Er bezieht sich dabei auf den Vorstoss von australischen Olympiaoffiziellen beim Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne, die Frage der Legalität abzuklären. Hackett: Wenn nur eine 5%- oder 10%-Chance einer Disqualifikation besteht, ist es die Sache nicht wert. O'Neill möchte gerne Mary T. Meaghers 200 m Delfin WR holen (2:05.96 - 1981), bevor sie die Schwimmbrille an den Nagel hängt. O'Neills Bestzeit beträgt 2:06.53. Aber Susie will den Rekord nicht Dank des Anzuges sondern Dank ihrer Leistung holen. Sie wird hin und her gerissen. Wenn ihre direkten Konkurrentinnen einen Anzug tragen, könnte sie verlieren. Inzwischen ergreift die Bodysuit-Debatte auch die australische Öffentlichkeit. Ein führender Publizist bezeichnete die Anzüge als langweilig, unvorteilhaft [für die Figur, Red.] und anti-sexy. Es sei Baywatch gegen Stopwatch. Line element 29.3.2000 Kieren Perkins kann auch einen Fastsuit bekommen. Nach seinen Klagen vom 25.3. offeriert ihm Speedo einen Anzug innerhalb eines Monats, falls er das wünscht. Obwohl diese Anzüge nicht dem Geist des Sportes entsprechen, nachdem er am Testmeeting vom Samstag über 400 m bloss Vierter geworden ist. Nur aus ethischen Gründen gebe er seinen Konkurrenten keinen Vorteil. Joe Fields Speedo: Alle WettkampfschwimmerInnen - auch die, die nicht bei Speedo unter Vertrag stünden und einen Anzug wünschen, können einen bis in der dritten Aprilwoche erhalten. Speedo produziere bis dann 6000 Stück. Gunnar Werner von der FINA erklärte, dass das Gewebe von Speedo schon 1996 der FINA vorgestellt wurde. Die FINA liess sich überzeugen, dass der Anzug keinen Auftrieb verleihe, obwohl einige SchwimmerInnen behaupten, dass sich die Wasserlage (Anstellwinkel des Körpers) verändere. Der einzige Unterschied zu damals sei, dass das Material nun auch die Arme und Beine bedeckt. Niemand habe früher reklamiert.
bodysuits Tages-Anzeiger 28.3.2000.

Mit der schnellen Haut des Hais. Die Olympiavorbereitung der Schwimmer wird geprägt von der Diskussion um die neuen Ganzkörperanzüge. Der Verband hat sie gutgeheissen, der Entscheid um die Zulassung liegt aber beim Sportgerichtshof. [Von Monica Schneider]

Schwimmmode 1936 und heute. Linke Seite: Olympiade 1936 in Berlin, 400 Freistil Makino, Jpn, auf dem Bild links, und Medica, USA, auf dem Bild rechts. Rechte Seite: Susie O'Neill gehörte zum Speedo-Testteam.
15 Weltrekorde sind vor zehn Tagen an den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Athen gefallen. Die Leistungen der Schwimmerinnen und Schwimmer vermochten sich allerdings nur kurz in den Schlagzeilen zu halten. Für grösseren Wirbel - notabene neben dem Bassin - sorgte die Präsentation eines neuen Ganzkörperanzuges. Von den Knöcheln bis zum Hals und zu den Handgelenken reicht die neue "Badehose". Seit der Homologierung dieses Anzuges durch den Internationalen Schwimmverband (Fina) im vergangenen November ist er an jedem Meeting Hauptgespräch, an einer offiziellen Veranstaltung kam er jedoch noch nicht zum Einsatz. Für die Olympiavorbereitung soll er nun aber an die Athleten ausgeliefert werden.

Vom Delfin zum Hai. Der Stoff, aus dem die Olympiaträume zurzeit sind, fühlt sich hauchdünn an, er glänzt seidigschwarz, offenbart dem blossen Auge aber nicht, was ihn gemäss Hersteller Speedo so revolutionär macht. Der Ausrüster von 43 Nationalteams hat sich nach den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta, als 77 Prozent der Medaillengewinner mit einem knie- oder knöchellangen, aber armfreien Aquablade-Anzug zum Erfolg schwammen, keine Forschungspause gegönnt. Nach wohl nicht ganz zufälligen weiteren vier Jahren Arbeit und kurz vor Sydney nun das Resultat: Fastskin, die schnelle Haut, soll 3 Prozent weniger Oberflächenwiderstand haben als sein Vorgänger Aquablade. Während sich Speedo zuvor an der Haut eines Delfines orientierte, sah man sich für Fastskin im Wasser nach einem Tier um, das sich zwar sehr schnell fortbewegt, dessen Körperbau wie jener des Menschen aber nicht unbedingt aquadynamisch ist. 1997 begann deshalb die Zusammenarbeit mit dem in Grossbritannien führenden Haifischexperten Oliver Crimmen. Er attestierte dem Hai diese Eigenschaften und führt die Schnelligkeit auf die Haut zurück: "Mikroskopisch kleine, nach hinten gerichtete Zähne kanalisieren den Wasserfluss und verringern so den Widerstand." Das ist also das Revolutionäre, welches das neue Gewebe ausmachen sollte. Eine altbekannte Geschichte? "Ja," sagt Jachen Denoth, Physiker am Biomechanischen Institut der ETH Zürich, "der Oberflächenwiderstand beschäftigt natürlich auch die Ski-, Rad- und Formel-1-Fahrer immer." Eine Zeit lang habe man angenommen, dass eine glatte Oberfläche den geringsten Widerstand biete. Diesem Trugschluss sind auch die Schwimmer erlegen: Ab den 70er-Jahren begannen sie sich bei Saisonhöhepunkten am ganzen Körper zu rasieren. "Aber schauen sie sich die Flügel einer Mücke an, sie sind nicht glatt, sondern fein strukturiert", sagt Denoth und erwähnt zusätzlich das Beispiel Golfball: "Erst mit seinen Einbuchtungen fliegt er eine Weite, die er als kugelrunder Ball nie erreichen würde." In die Entwicklung der Haifischhaut waren von Anfang an zehn Spitzenschwimmer sowie der zurzeit renommierteste Trainer, Gennadi Touretski (Popow und Klim), involviert gewesen. Und die Fina hat den Anzug sofort gutgeheissen. Zu schnell und ohne die eigenen Reglemente genau zu studieren, wie John Coates behauptet, der Präsident des Australischen Olympischen Komitees (AOC).

Die Angst der Australier. In diesen Reglementen heisst es, dass leistungssteigernde Mittel verboten sind. Ist nun damit einzig Doping gemeint oder auch ein Anzug, der den Wasserwiderstand verringert? Die Australier fürchten sich davor, dass die Medaillengewinner von Sydney, welche sich ihre Auszeichnung mit dem neuen Anzug erkämpften, disqualifiziert werden könnten. Ein Klage eines Schwimmers ohne Anzug würde von der höchsten Instanz der Spiele, dem Sportgerichtshof, behandelt. Und der könnte zum Schluss kommen, dass die Fina die eigenen Reglemente missachtet hat. Sie trat in der vergangenen Woche nicht auf eine Forderung des AOC ein, die Gutheissung im Detail zu bestätigen. Er wolle nur die Athleten schützen, sagte AOC-Präsident Coates, und hielt diese dazu an, vorläufig keine Wettkämpfe in der Fastskin zu bestreiten. Die Legalität des Anzuges will er sich nun vom Sportgerichtshof in Lausanne bestätigen lassen. Mit dieser Aktion komme Coates zu spät, sagte Joe Fields, Präsident von Speedo International; bereits vor vier Jahren seien die ersten Rennen in widerstandsverringernden Anzügen geschwommen worden.
"Kleiner Faktor". Olympiaschwimmer Lütolf über das Gefühl in der Haifischhaut.

Remo Lütolf, Sie testeten den neuen Fastskin-Anzug in Athen kurz. Wie fühlte er sich an? Sehr schnell, obwohl ich nur ganz locker mit ihm geschwommen bin.

Was ist neu, was ist anders? Ich hatte den Eindruck, er liege noch enger an der Haut an als jener, mit dem ich mich in Genf für die Sommerspiele in Sydney qualifiziert habe. Das könnte aber auch daran liegen, dass ich erstmals mit ganz bedeck- ten Armen geschwommen bin. Bevor ich damit keinen Wettkampf bestritten habe, ist es schwierig zu urteilen. Aber ich glaube, aller überflüssige Stoff ist weg, er wirft noch weniger Falten.

Was unterstützt Fastskin am meisten? In erster Linie ist sicher der Wasserwiderstand kleiner, das behauptet wenigstens der Hersteller.

Was bewirkt es psychologisch? Wahrscheinlich fühlt man sich darin sicherer, das ist aber individuell verschieden. Gefährlich wäre es aber, wenn man mit der Zeit das Gefühl bekäme, dass man nur noch in diesem Anzug schnell schwimmen kann oder sich sogar darauf verlassen würde, dass es im Anzug dann schon klappt. Macht es Sinn, dass technisch noch nicht ausgereifte Athleten in einem solchen Anzug schwimmen? Die Tendenz ist sicher so, dass die Wirkung trotz aufwändigen Tests überschätzt wird. Ein wenig an der Technik feilen bringt den meisten Schwimmern wahrscheinlich mehr als die von Speedo angegebenen 3 Prozent mehr Schnelligkeit. Der Anzug ist letztlich nur ein kleiner Faktor in einem ganzen Rennen.

Speedo ist Ihr persönlicher Ausrüster. Wann erhalten Sie die Haut? Noch diese Woche, vielleicht auch erst nächste. Vor dem 2. April darf aber sowieso niemand damit wettkampfmässig schwimmen.(Interview mos.)
Zweiklassengesellschaft. Die Neuentwicklung Ganzkörperanzug von Speedo wird es in verschiedenen AusHuhrungen geben: knöchellang, knielang, ärmellos. Die Kosten (je nach Ausführung) werden sich gemäss Silvio Rauber, Generalimporteur von Speedo in der Schweiz, bei 250 bis 500 Franken einpendeln. Weite Schwimmerkreise befürchten ob dieser Ansätze eine künftige Zweiklassengesellschaft: die Topschwimmer, die sich das Material leisten können, und die grössere Masse, die kaum Preisgeld gewinnt und nur bescheiden mit Sponsorverträgen ausgerüstet ist.

Marktgerangel. Speedo mit Hauptsitz in London entwickelte den Ganzkörperanzug mit Hilfe der Spitzenschwimmer Matthew Dunn, Grant Hackett, Michael Klim, Susie O'Neill (alle Au), Penny Heyns (SA), James Hickman (Eng), Lenny Krayzelburg, Jenny Thompson (beide USA), Joanne Malar (Ka) und Marcel Wouda (Ho). Speedo ist aber nicht die einzige Marke, die einen solchen Anzug entwickelt hat. Der 17-jährige australische Crawler Ian Thorpe testet seit längerem einen seines persönlichen Sponsors Adidas, zeigte sich aber auch bereit, jenen von Speedo, dem Ausrüster des australischen Nationalteams, zu prüfen.

Arena, unter anderen Ausrüster von Frankreich, wollte zuerst auf das neue Produkt verzichten, sah sich dann von Athletenseite aber gezwungen, ein eigenes Produkt auf den Markt zu bringen. Erstmals zum Einsatz kommen wird dieser Anzug an den Europameisterschaften Anfang Juli in Helsinki.

Schweizer mit Klausel. Ausrüster des Schweizerischen Schwimmverbandes ist noch bis Ende dieses Jahres der italienische Sportartikelhersteller Diana. Das heisst, dass die Nationalmannschaft an internationalen Veranstaltungen einheitlich in diesen Schwimmanzügen antreten muss. Zusätzlich hat aber jede Schwimmerin und jeder Schwimmer noch einen persönlichen Ausrüster. Alle sechs fur die Olympischen Spiele in Sydney qualifizierten Schweizer sind bei Speedo unter Vertrag. Gemäss Flavio Bomio, dem Technischen Direktor der Nationalmannschaften enthalten die Verträge mit den Schwimmern eine Klausel, wonach sie auf den persönlichen Sponsor zurückgreifen dürfen, solange Diana nicht dasselbe gute Material liefern kann. So schwamm Flavia Rigamonti an der Kurzbahn-WM in Athen vor zehn Tagen bereits in einem Speedo-Anzug, allerdings mit verdecktem Logo.
Line element 25.3. Kieren Perkins: Bodysuits sollten verboten werden! Grant Hackett ist der erste Schwimmer, der den Fastsuit-Anzug in einem Wettkampf verwendete. Am Gold Coast Meeting in Queensland beendete die 400 m Freistil als Erster in 3:50.83 [Redaktion: Wenn er 3% schneller gewesen wäre, wie Speedo behauptet hat, hätte er ohne Anzug 3:58 gehabt!]. Hackett sagte, der Anzug habe höchstens 1 % ausgeamcht. Perkins auf dem 4. Platz nach dem Rennen: "Diese Anzüge sollten verboten werden. Ich glaube nicht, dass sie zum Sport gehören. Schwimmen ist, wenn Athleten gegeneinander antreten und nicht die Wissenschaftler." Aber wenn das so weiter gehe, so Perkins, werde auch er einen solchen Anzug tragen müssen. Die Anzüge hätten einen positiven Einfluss auf die Technik, sie machten schneller und verbesserten Ausdauer und Auftrieb. Das Problem sei, dass im Moment nur Wenige in den Genuss eines solchen Speedo-Anzuges kämen. Susie O'Neill sagte, sie hätte zwar einen Fastskin-Anzug, aber wahrscheinlich werde sie ihn an den Trials nicht tragen - zu viel Kontroverse. Klim wird am Sonntag an einem Meeting des New South Wales Institute of Sport den Anzug tragen. Line element 25.3.: Apropos: Schnelle Hosen Line element [Bild: Adam Pretty/Allsport]
24.3. Speedo gibt Fastskin frei: Der kontroverse Anzug wird offiziell an diesem Wochenende von Michael Klim und Grant Hackett an einem Meeting in Australien getragen werden. Line element 22.3.2000 "Suit up or Sink" heisst die Devise für die Olympischen Spiele gemäss dem australischen Cheftrainer Don Talbot. Obwohl bisher ein Gegner der Bodysuits, warnte er die Australier, sie wären im Nachteil, wenn sie die neuen Anzüge nicht trügen. Line element 21.3.2000 Bodysuits - der Streit geht weiter: Australien will Sportgericht anrufen. Australien bleibt beim Streit um den neuen High.Tech-Anzug hart und will nun sogar den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Lausanne anrufen. Dort soll die Konformität mit den sportlichen Regeln höchstrichterlich bestätigt werden. Der Weltverband Fina unterstrich zwar nochmals die Übereinstimmung des neuen Wunderanzugs mit den Regeln, aber der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Australiens (AOC), John Coates, befürchtet weiter, dass die "Entscheidungen über Medaillen im Schwimmen in Zukunft nicht im Becken, sondern am grünen Tisch fallen werden". Bessere Gleitfähigkeit durch Anzüge. AOC-Generalsekretär Craig McLatchey bestätigte am Dienstag in Sydney, dass die Fina an der Testprozedur nicht teilnehmen werde: "Es wäre eine Katastrophe, wenn der Anzug nicht mit den Regeln übereinstimmen würde." McLatchey bedauerte die Vorstellung des neuen Anzuges "ausgerechnet in der olympischen Saison". Die australischen Schwimmer hatten den Anzug im Gegensatz zu ihrem NOK ebenso akzeptiert wie die Nationalmannschaft Frankreichs. Die Athleten des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) sollen im April mit dem Anzug ausgestattet werden. Der Produzent (Speedo) hatte Leistungssteigerungen bis zu drei Prozent versprochen. Die Gleitfähigkeit der Schwimmer soll durch den Anzug sogar um bis zu 7, 5 Prozent zunehmen. Line element [Bild: Patrick Krämer]
17.3.2000 Wouda und Krayzelburg in Athen im Objekt der Begierde: Die klassische Badehose hat im Schwimmbecken bald ausgedient. Immer mehr Athleten setzen auch bei der Kurzbahn-Weltmeisterschaft in Athen auf Ganzkörper-Anzüge oder Radlerhosen aus High-Tech-Material. Ging es lange Jahre darum, so wenig Stoff wie möglich am Körper zu tragen, sollen nun wie zu Ur-Omas Zeiten möglichst nur noch Hände und Füsse unbedeckt bleiben. Australiens Schwimm-Star Ian Thorpe markierte etwa seinen Fabelweltrekord über 200 m Freistil (1:41,10 Minuten) beim Weltcup in Berlin in einem solchen "Full-Body-Suit". Der Stoff gleitet angeblich besser durch das Wasser als die menschliche Haut. Neil Walker (USA) reichte am ersten WM-Tag dagegen eine schnöde Hose, um den 50-m-Rücken- Weltrekord gleich zwei Mal zu verbessern. In Athen stellte nun das Unternehmen Speedo, unter anderem Ausrüster des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) sowie der Teams aus den USA, Australien und Russland, seinen neusten Anzug vor und löste eine heftige Debatte über die Chancengleichheit im Becken aus. Offenbar waren die markigen Sprüche bei der Präsentation, die an die Enthüllung eines Formel 1-Renners erinnerte, mehr als der übliche Werberummel. Denn der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees von Australien, John Coates, warnte den australischen Schwimmverband davor, die "Fast Skin" (Schnelle Haut)-Anzüge bei den Olympischen Spielen in Sydney zu tragen. Schwimmer ohne Anzug könnten protestieren: Schwimmer, die keinen solchen Anzug hätten, könnten protestieren, "dann würden die Entscheidungen um Medaillen am grünen Tisch fallen und nicht im Schwimmbecken", warnte Coates, der seine Sorge mit den Regularien des Weltverbandes FINA begründete. Darin heisst es, dass kein Schwimmer etwas tragen oder benutzen darf, dass seine Geschwindigkeit oder Ausdauer in einem Rennen verbessert. Am Freitag gab die FINA, deren Hauptsponsor im übrigen der Speedo-Konkurrent Arena ist, eine offizielle "Badeanzug"-Erklärung heraus. Die neue Technologie bei den Ganzkörperanzügen stimme mit den FINA-Regeln überein, heißt es. Hintergrund der Diskussion ist die besondere Oberflächenstruktur der über 600 Mark teuren Speedo-Anzüge, die der Haut eines Hais nachempfunden ist und die Gleitfähigkeit nach Herstellerangaben um 7,5 Prozent verbessern soll. Diese Technik ist jedoch alles andere als neu. Seit Jahren werden Tragflächen von Flugzeugen und Rümpfe von Regattayachten mit Folien beklebt, deren Oberfläche der rauen Haihaut nahe kommt, um den Reibungswiderstand zu verringern. Ganzkörper-Rasur hinfällig: Seit Jahren rasieren sich die Schwimmen die Haare vom Körper, um schneller zu sein. Nun kam eine Studie zu dem überraschenden Ergebnis, dass die Athleten zwar schneller werden, die fehlenden Haare als Grund aber ausfallen. Allein der Glaube an die Wirkung, so vermuten die Wissenschaftler, macht die Schwimmer schnell. Line element [Bild: Patrick Krämer]
16.3.2000 Schwimmen wie die Haie dank Speedo: Speedo präsentiert den neuesten Wettkampfanzug, dessen Oberfläche der Haut der Haifische nachempfunden sei - FASTSKIN!. Die FINA habe gemäss Gunnar Werber (FINA-Sekretär) keinen Grund, den neuen Anzug nicht zu zu lassen. Der neue Anzug sei prinzipiell nichts Neues im Vergleich zu den bisherigen Bodysuits, z.B. Aquablade, - weil auch er nicht als "Schwimmhilfe" eingestuft wird. Speedo behauptet, dass der neue Anzug wie eine zweite Haut am Körper liege und extrem hydrodynamisch sei. Der Gleitwiderstand des Körpers werde um 7.5 % reduziert, was eine Verbesserung der Zeiten um 3 % erlaube [!! ?? die Redaktion]. Der neue Anzug soll in Form einer "Ladenversion" auch für Normalsterbliche erhältlich sein. Line element 25.2. 2000 Thorpe entscheidet sich doch für Speedo: Im Vorfeld von Sydney wechselt Thorpe vom teflon-beschichteten Adidas Bodysuit zu Speedo, und zwar nach Verhandlungen mit dem Australischen Olympischen Komitee, AOC. Im letzten August berichtete Adidas über einen langfristigen Vertrag mit Thorpe, der ihn in eine weltumspannende Marketingstrategie einband. Aber eine Klausel im AOC hält fest, dass die Mannschaftsmitglieder sich an die vom AOC gewählten Ausrüster halten müssen, mit Ausnahme von technischen Ausrüstungsgegenständen wie Schuhen, Schwimmbrillen etc. Der Speedo-Anzug wird zur Zeit von Susie O'Neill und Grant Hackett getragen. Line element [Bild: Diana]
8.2. Diana mit neuem Schwimmanzug: "MACH1" soll einen "technologischen Durchbruch" bedeuten und ist für SchwimmerInnen mit "hohen Anforderungen in Wettkämpfen" entwickelt worden. MACH1 besteht aus silikonhaltigen Materialien und erzeuge extrem wenig hydrodynamischen Widerstand was "lichtgeschwindigkeitartiges" Schwimmen ermögliche. Die Russin Nadia ZHIVANEVSKAYA wird die erste sein, die am Weltcup in Imperia einen solchen Anzug trägt.

Line element 22.12.1999 SPEEDO kündigt noch schnelleren Bodysuit an. Die FINA soll ihn bereits bewilligt haben. Er wird ca. 250$ kosten (nur massgeschneidert erhältlich), der Name ist noch nicht bekannt. Line element 11.10.1999 Body-Suits: Die FINA lässt nach Prüfung der Testergebnisse von Speedo und Adidas den Gebrauch von Body-Suits offiziell und uneingeschränkt zu zu. Line element 1.9.1999 Schon wieder Unruhe um Body-Suits: Der australische Trainer Forbes Carlile drängt die FINA, die neuen Adidas Body-Suits mit Teflon-Beschichtung nicht zu bewilligen. Ian Thorpe will an den australischen Kurzbahnmeisterschaften in Canberra einen solchen Anzug testen. Die FINA hat ja schon mehrfach grünes Licht für diese Anzüge gegeben, aber Carlile beantragt eine Revision vor Sydney 2000. Thorpe hat soeben einen lukrativen Sponsorvertrag mit Adidas unterschrieben. Klim und O'Neill schwimmen in den Anzügen von Speedo. Speedo hat einen Vertrag, dass die Australier Speedo tragen müssen. Die Sponsorkonflikte könnten bedeuten, dass die Australier in Sydney 2000 Adidas nicht tragen dürfen. Die Theorie sagt, dass man in den Anzügen schneller sei, weil sie nicht nur den Wasserwiderstand reduzieren, sondern auch die Muskeln "komprimieren", was zu weniger Ermüdung und verlängerter Erhaltung einer guten Technik führen solle [?? das scheint mir fraglich, Red.]. Carlile stellt sich auf den Standpunkt, dass der Schwimmsport sich über Fortschritte in der Trainingslehre, Coaching, Ernährung und Pooldesign weiter entwickeln solle. Line element 1.9.1999 Adidas kündigt neuen Body-Suit vom Kopf bis zu den Handgelenken/Knöcheln an: Es handelt sich um eine Weiterentwicklung des vor einem Jahr eingeführten Modells. Das Gewebe soll den Wasserwiderstand weiter reduzieren. Die FINA habe den Anzug sanktioniert (kein Auftrieb). Kosten: Ca. CHF 400 (ca. EUR/US$ 250). Line element 17.8.1999 Don Talbot warnt vor "Long Johns": Sollten die australischen Schwimm-Weltmeister Michael Klim, Ian Thorpe und Susan O'Neil bei den Pan-Pacifics Weltrekorde schwimmen, werden diese möglicherweise nicht anerkannt. Grund dafür sind die neuartigen "Body-Suits" (Long Johns),die die SportlerInnen wahrscheinlich tragen werden. Diese Anzüge sind vom Hals bis zu den Knöcheln geschlossen. Das Tragen könnte zur Nicht-Anerkennung der Rekorde führen. Dies befürchtet Australiens Chefcoach Don Talbot, weil die erst in diesem Jahr auf den Markt gebrachten Anzüge vom Weltverband Fina angeblich noch nicht genehmigt sind. Talbot wirft den Herstellern (Speedo/Adidas), vor, sich nicht rechtzeitig um Klärung bemüht zu haben. Es liegt in der Verantwortung des fabrizierenden Unternehmens, diese Dinge vorher zu regeln", sagte Talbot jetzt in Brisbane. Der Hersteller widersprach bereits und liess erklären, Talbots Einschätzung sei falsch, die FINA habe die neuen Anzüge bereits für offizielle Wettkämpfe freigegeben. Bei den Europameisterschaften vom 22. Juli bis 1. August in Istanbul hatte der Brite Paul Palmer als Gewinner der 400 m Freistil als einziger kontinentaler Top-Athlet bereits den neuen Ganzkörper-Anzug getragen, der nach Angaben der Hersteller einen erheblich günstigeren Auftrieb und weniger Wasserwiderstand mitbringt als herkömmliche Schwimm-Bekleidung. Susan O'Neill, vor eineinhalb Jahren in Perth Weltmeisterin über 200 m Delfin, hat bereits angekündigt, in Sydney mit dem neuen Anzug auf die Jagd nach dem Uralt-Weltrekord der US-Amerikanerin Mary T. Meagher gehen zu wollen. Deren Weltbestmarke von 2:05,96 hat bereits seit dem 13. August 1981, aufgestellt in Brown Deer/USA, Bestand. Line element 3.8.1999 Gemäss Mitteilung der FINA wird die Frage der Body-Suits, im englischen Sprachgebrauch auch als "Long Johns" bezeichnet, (s. Meldung vom 2.8.) neu geprüft. Wann der Entscheid gefällt wird, teilte die FINA nicht mit. Vor einem Jahr hat Adidas exklusiv dem britischen Team solche "Long Johns" zur Verfügung gestellt. Adidas habe die Anzüge auf Auftrieb getestet und das Rsultat sei negativ gewesen. Die FINA habe die Anzüge bewilligt. Palmer hat dann in Istanbul den Adidas-Anzug nach dem 400er am ersten Tag nicht mehr getragen, weil Speedo als Ausrüster des britischen Teams druck ausgeübt hat. Line element 2.8.1999 Michael Klim trägt ebenfalls Body-suit: Am Brisbane Grand Prix Meeting schwamm er die 100 Frei in 49.86 (Vorlauf 49.69). Er sei voll auf Sydney-Kurs. Line element 2.8.1999 Ganze Schwimmanzüge für Herren: Was bei den Masters-Schwimmern zwecks Verstecken von "Bauchfalten" schon länger im Gebrauch ist, macht nun nach Istanbul in der Szene von sich reden: die Ganzkörper-Schwimmanzüge vom Knöchel bis zum Hals (Speedo). Sind diese wirklich legal: Don Talbot, der bekannte australische Spitzentrainer will von der FINA eine Stellungnahme, denn "Schwimmhilfen" sind ja verboten. Ist eine solcher Anzug nun eine Schwimmhilfe, d.h. verleiht sie Auf- und/oder Vortrieb, das ist die entscheidende Frage. Speedo erklärt, dass die FINA die Anzüge ratifiziert habe - Talbot behauptet die Aquablade-Beschichtung verleihe Auftrieb.



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