SV LIMMAT

Schwimmverein Limmat Zürich



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Schwimmtechnik: Bewertungsverfahren für Wettkampfanalyse und Technik im Schwimmen

1. März 1997

Swimming Technique: Methods of Evaluation for Competition Analysis and Technique in Swimming

1 March 1997

© Felix Gmünder, Schweizerischer Schwimmverband
Trainerkolloquium Schwimmen
Magglingen, 26./27.10.1996
Referatsunterlagen

Prof. Rein HALJAND

Tallinn University of Educational Sciences (Estonia)
ESTLAND, Tallinn
Tel.: 372 5 010204
Fax: 372 2 237523
Homepage: Competition Analysis

(Übersetzung aus der englischen Originalfassung durch Jürg Ulrich)
Langjährige Erfahrung im Schwimmen hat mir gezeigt, dass die WETTKAMPFANALYSE sehr nützlich ist in der Vorbereitung des Schwimmens auf hohem Stand. Schwimmerische Leistung besteht aus

  • START
  • WENDEN
  • SCHWIMMEN
  • ENDPHASE
  • VERSCHIEDENEN STILMERKMALEN
  • VERSCHIEDENER TAKTIK WÄHREND DES RENNENS


Wir müssen festhalten, wie die Schwimmer ihre Resultate in einem Rennen erzielten. Wie gut war der Start, die Wende? Welcher Art war die Zugfrequenz zu Beginn und am Ende der Strecke? Wie gut war ihre Technik in der Endphase?

Wozu benötigen wir dies alles? Weil wir sie lehren gute Starts und Wenden zu machen, mit einer optimalen Zugfrequenz und Zuglänge zu schwimmen. Wir trainieren, nicht zu schnell zu beginnen, um zum Schluss zu gewinnen. Wenn der Schwimmer von einem Wettkampf zurückkommt und sich auf einen nächsten vorzubereiten beginnt, muss er analysieren, welches seine schwachen Punkte waren und auf welche Weise der Sieger gewann. Gestützt darauf muss der Schwimmer Korrekturen an seinem Trainingsplan anbringen.

PARAMETER DER WETTKAMPFANALYSE

START:

  • Zeit bis 15 m nach dem Startsignal, in Sekunden
  • Geschwindigkeit bis 15 m nach dem Startsignal, in m/s


Zeitmessung im Wettkampf bei 15 m nach dem Start zeigt die Wirkung Deines Starts. Während des Trainings kannst Du ebenfalls Starts mit Zeiterfassung über 15 m machen und mit den Wettkampfstarts vergleichen. Es ist wichtig, die Startzeiten und -geschwindigkeiten der Weltbesten zu kennen. Es ist nützlich, die Startgeschwindigkeiten mit den Schwimm- und Wendegeschwindigkeiten zu vergleichen. Die Staffel-Startgeschwindigkeit muss gewöhnlich höher sein als jene in einem Einzelrennen.

WENDEN:

  • 15 m (7,5 + 7,5)
  • Zeit in Sekunden, massgebend ist der Kopf
  • Geschwindigkeit jeder Wende in m/s
  • mittlere Geschwindigkeit all Deiner Wenden in m/s


In 50m-Becken bereiten sich die Schwimmer normalerweise 7,5 m vor der Wand auf die Wende vor (im Rückenschwimmen den Wendeanzeiger bei 5 m ins Auge fassen und Drehung vorbereiten; die Zuglänge anpassen um die Wand zu berühren); ebenso beendet der Schwimmer seine Wendetätigkeit 7,5 m von der Wand und fährt mit dem normalen Schwimmen fort (in Freistil und Brust, jetzt länger in Rücken und Delphin/Butterfly). Zeiterfassung für die Wenden ist nützlich für den Vergleich der ersten mit den folgenden Wenden und den Vergleich zwischen Wenden während eines Wettkampfs und im Training. Die Erfassung der Wendegeschwindigkeit ermöglicht einen Vergleich zwischen Wende- und Schwimmgeschwindigkeit. Als Regel gilt, dass die Wendegeschwindigkeit höher sein muss als die Schwimmgeschwindigkeit, was die Wirkung der Wende anzeigt. Die mittlere Geschwindigkeit aller Wenden dient dem Vergleich mit der mittleren reinen Schwimmgeschwindigkeit, vor allem für Rennen über 400, 800 und 1500 m Freistil.

ENDPHASE:

  • letzte 5 m
  • Zeit vom Durchgang des Kopfs bei 5 m bis zum Anschlag
  • Geschwindigkeit in m/s


Wenn wir wissen wollen, wie erfolgreich die Anschlagtechnik war, so genügt es, die letzten 5 m zu betrachten. Es gibt zwei letzte Armzüge. Eine normale Zuglänge beträgt etwa 2 m. Die Zeit vom Durchgang des Kopfs bei 5 m vor der Wand bis zum Anschlag zeigt an, wie gut die Endphase war. Für eine bessere Vergleichsmöglichkeit mit der Schwimmgeschwindigkeit in der letzten Bahnlänge - vor der Endphase - und der Geschwindigkeit während der zwei letzten Züge, ist es hilfreich, die Letztere in m/s zur Verfügung zu haben. Die Endgeschwindigkeit wird bestimmt durch Division von 4,5 m durch die gemessene Zeit vom Durchgang des Kopfs bei 5 m bis zum Anschlag (die Distanz vom Kopf des Schwimmers bis zur Handspitze des ganz gestreckten Arms beträgt ungefähr 0,5 m). Für eine erfolgreiche Endphase sollte die Endgeschwindigkeit höher sein als die Schwimmgeschwindigkeit währen der letzten Bahnlänge.

SCHWIMMEN:

  • reine Schwimmgeschwindigkeit in m/s für jede Bahnlänge
  • tatsächliche 25m-, 75m-Zeiten
  • mittlere Schwimmgeschwindigkeit in m/s


Die Schwimmgeschwindigkeit in der Bahn wird nach dem Start und vor der ersten Wende gemessen, ferner zwischen Wenden sowie nach der letzten Wende und vor der Endphase. Wir nennen sie die reine Schwimmgeschwindigkeit, weil hier Start, Wenden und Anschlag keinen Einfluss haben. Für Langstreckenrennen ist es wichtig, die Schwimmgeschwindigkeiten zu vergleichen, um die Schwankungen der reinen Schwimmgeschwindigkeit während der Bahnlängen zu kennen. Die Kenntnis der reinen Schwimmgeschwindigkeit in m/s während eines Wettkampfs ist bedeutungsvoll für die Planung des Belastungsgrads für das aeorobe und anaeorobe Arbeiten unter Verwendung von Laktattestverfahren im Training.

VERSCHIEDENE STILMERKMALE:

  • Zugfrequenz, in Anzahl Bewegungszyklen pro Minute
  • Zuglänge, in m


Dies sind zwei wichtige Parameter der Schwimmtechnik und hilfreich in Verbindung mit der Schwimmgeschwindigkeit während des Rennens. Sie sind sehr individuell, jedoch zeigen ihre unterschiedlichen Werte zu Beginn und am Ende der Strecke des Schwimmers technische und taktische Gestaltung des Rennens zum Erzielen des Resultats.

Je ein Beispiel einer Darstellung der individuellen Resultate und der Gruppenresultate zeigt den unterschiedlichen Zweck. Die Darstellung individueller Resultate dient der detaillierten Analyse, jene der Gruppenresultate dem Vergleich unter allen Finalisten.

Alle diese Informationen müssen am Tag nach dem Wettkampf greifbar sein, weil dann Schwimmer und Trainer den Vortag in frischer Erinnerung haben und die Parameteranalyse im Hinblick auf den nächsten Wettkampf effizient gestalten können.

VERSCHIEDENE TAKTIK WÄHREND DES RENNENS:

  • Vergleich
  • Gewichtung


Du musst Dir ansehen, wie die Weltbestzeiten zustande kamen und sie mit den Resultaten Deiner Schwimmer vergleichen. Du findest zum Beispiel heraus, dass Dein Start oder Deine Wende gar besser war als jener bzw. jene des Siegers, dass Du jedoch langsamer warst zu Beginn oder gegen Ende des Rennens. Du wirst erkennen, dass dasselbe Resultat mit unterschiedlichen Werten der Wettkampfanalyse-Parameter erreicht werden kann. Dies zeigt, dass jeder Schwimmer seine individuellen Eigenheiten hat. Wenn Du bessere Schwimmgeschwindigkeit hast und nicht gerade gute Wendegeschwindigkeit, kannst Du dasselbe Resultat erreichen mit besserer Wendegeschwindigkeit und schlechterer Schwimmgeschwindigkeit. Manchmal findest Du heraus, dass Dein Start nicht gerade der beste ist, Deine Geschwindigkeit in der Endphase jedoch hervorragend. Es liegt an Dir, wie Du planst und wie Du Deine individuelle Taktik für den aktuellen Wettkampftag aufbaust, im Wissen um Deine derzeitigen Fähigkeiten bezüglich Start, Wenden und Endphase. Es ist ebenfalls einfach, Dein Ergebnis für den folgenden Tag vorauszusagen, in Kenntnis Deiner Parameter für Start, Wende und Schwimmen. Du kannst Deines Resultats sicher sein, wenn Du weisst, wozu Du fähig bist.

Um von den Parametern der Wettkampfanalyse besser Gebrauch machen zu können, analysierte ich die letzten Welt- und Europameisterschaften. Daraus entstanden 26 verschiedene Regressions-Modelle für alle Herren- und Damen-Schwimmstrecken. Sie werden uns helfen, die hauptsächlichen Tendenzen in der heute verwendeten Taktik im Hochleistungsschwimmen aller Schwimmstrecken zu verstehen. Regressions-Modelle helfen uns, die individuellen Qualitäten eines Hochleistungsschwimmers in objektiverer Weise zu ermitteln. Es ist möglich, auf Schwachpunkte der erbrachten Leistung hinzuweisen und - viel wichtiger - vorauszusagen und individuell zu simulieren, wie in Zukunft bessere Resultate zu erzielen sind. Alle diese Information ist im Computer mit seinem Programm und seiner Datenbank enthalten und sehr leicht zu benützen.

TECHNIKMERKMALE

Nun, wenn aus dem Wettkampf alles analysiert ist, müssen wir etwas tiefer gehen und Fragen der Art Warum ist meine Wende so langsam? beantworten.

Beim Aufstellen der Anforderungen an die Schwimmtechnik wurde so vorgegangen, dass der Schwimmer die wissenschaftlich erprobte, individuelle Abwandlung von Bewegungen ausführen sollte. In einem Trainingsprozess sollten sowohl der Trainer als auch der Schwimmer in der Lage sein, die verlangte Bewegung einfach anwenden zu können. Ausgehend von dieser Überlegung wurde die Technik des Wettkampfschwimmens, der Starts und der Wenden in folgender Weise definiert:

  • Die Technik von Starts, Wenden und Schwimmarten wir beschrieben und untersucht als ein System von Bewegungen, die aus Phasen bestehen:
  • wenn eine Phase wechselt, ändert auch das Ziel der Bewegung;
  • eine Phase schliesst die Bewegungen des ganzen Körpers mit ein;
  • jede Phase ist bestimmt durch den deutlichen Zeitpunkt des Beginns und des Endes;
  • alle der bestimmten Phasen erweisen sich als nützlich für die verschiedenen Varianten oder individuellen Stile;
  • alle Phasenübergänge werden als Stellung des Schwimmers betrachtet, beschreiben die Koordination [?].


Verfahren für die Gestaltung der Technik bestehen aus der Bestimmung der Varianz von Bewegungsparametern, wie sie von guten Schwimmern erhalten werden. Mehr massgebende Parameter werden gefunden und die Korrelation von Bewegungen und die Unterscheidung von Fehlern wird unter Berücksichtigung des Ziels der Phase bestimmt.

Die Technik ist bestimmt durch das Einbringen von Zuordnungen für jede Phase und Bewegung. Die allgemeinen Zuordnungen der Schwimmtechnik sollten sein:

  1. Vermeide unnötige Bewegungen
  2. Erreiche das optimale Zusammenspiel von Anspannung und Entspannung der Muskeln
  3. Garantiere die Harmonie von Atmungstätigkeit und Bewegung
  4. Schaffe Antriebskräfte
  5. Vermindere die Wirkung von Widerstandskräften
  6. Stelle die Kraftübertragung von einem Körperteil auf einen anderen sicher durch richtige zeitliche Blockierung von Gelenken
  7. Erhalte die dynamische Ausgewogenheit der Bewegung


Die Optimierung der Technik wird anhand der mathematischen Regressionsanalyse bestimmt, der Vorhersage möglicher Bewegungsvarianten für ein viel besseres Resultat in der Zukunft.

Ein Video-Aufzeichnungs-System wurde für die Unter- und Überwasseraufnahmen der Schwimmer angepasst; es ermöglicht das Festhalten der Bewegungen der Schwimmer am Start, an der Wende und während des Schwimmens. Die Video-Kamera bewegt sich mit anpassbarer Geschwindigkeit parallel zum Schwimmer. Rechner-Hard- und Software für die Messung der Parameter und deren Analyse wurden erstellt.

Als Resultat einer ausgedehnten Arbeit mit Nationalmannschaften vieler Länder und weltbesten Schwimmern während des vergangenen Jahres konnten zahlreichen Erfahrungen mit allen Varianten von Schwimmstilen, Starts und Wenden gemacht werden. Somit ist die Wahrscheinlichkeit der Anforderungen in Übereinstimmung mit den Schwimmresultaten. Alle 15 im Wettkampfschwimmen verwendeten Technikteile wurden modelliert: 4 Schwimmarten, 4 Starts, 4 Wenden und 3 Lagenwenden. Für die praktische Arbeit wurde ein spezielles Testsystem für die Verbesserung und Steuerung der technischen Vorbereitung von Schwimmern geschaffen und als "KINEX" benannt.

Integriertes Verfahren für die technische Vorbereitung von Schwimmern unter Verwendung des Testsystems "KINEX"

Die Anwendung falscher Technik resultiert aus einem fehlenden oder unvollständigen Bild der Bewegung. Gemäss einer sehr einfachen Näherung besteht das BEWEGUNGSBILD aus verschiedenen Teilen:

  • GESICHTSBILD (Anschauung, visuelles Bild)
  • KLANGBILD (akustisches Bild)
  • EMPFINDUNGSBILD (Sinneswahrnehmung für die Bewegung, kinästhetisches Bild)
  • WORTBILD (Beischreibungs-Vorstellung, verbales Bild)


Für das Lehren ist es nötig, für den Schwimmer eine möglichst komplettes Bild der Bewegung zu schaffen. Das heisst, dass die Information über die korrekte Schwimmtechnik durch Verwendung aller möglichen Wege im Bewegungsgedächtnis gespeichert werden muss. Das Fehlen einer Selbstkontrolle entsteht aus einem unvollständigen oder uneinheitlichen Bewegungsbild.

Gewöhnlich haben die Trainer und Schwimmer grosse Schwierigkeiten beim Korrigieren von Schwimmbewegungen. Das Wiederholen falscher Bewegungen hat nicht die angestrebte Wirkung und die Technik ändert nicht. Der einzige Weg führt zunächst über die Korrektur des BILDES. Unsere wissenschaftlichen Versuche mit verschiedenen sportlichen Betätigungen zeigen, dass durch eine Korrektur des GESICHTSBILDS 80% der Fertigkeiten für die einfachen Bewegungen erworben werden können; aber dann werden immer noch 20% benötigt und Anderes muss helfen. Schwimmbewegungen sind sehr kompliziert und zum Erfolg müssen wir ALLE aufgeführten Teile des Bilds zusammen einbeziehen (integrieren). Das heisst, wenn ein Trainer Technikarbeit in der üblichen Weise angeht - zeigen von Videos (visuell), erklären (verbal), schreien des Rhythmus während des Schwimmens (akustisch), üben an Land und auf spezielle Weise im Wasser (kinästhetisch) - so bleibt der Erfolg unbefriedigend, denn vereinzelte Übungen lassen kein komplettes Bewegungsbild entstehen.

Wie integrieren?



Der wichtigste Integrationsanteil ist das WORTBILD. Wenn Du mit der Anschauung arbeitest und Videoclips zeigst, musst Du gleichzeitig erklären und der Schwimmer muss mitdenken, wenn er Deinen Anweisungen folgt. Wenn Du [als Schwimmer, Red.] mit der Sinneswahrnehmung arbeitest und Übungen machst, musst Du Deine Eigenempfindungen entsprechend einer wörtlichen Beschreibung steuern (was ist stark oder entspannt, früh oder spät, usw.). Dasselbe gilt für das Arbeiten mit dem Hörbild; Du musst an die verbale oder zahlenmässige Beschreibung der Perioden der verschiedenen Rhythmen denken und auf die Geräusche während Deines Schwimmens hören. Dem Wortbild muss spezielle Aufmerksamkeit geschenkt werden. Alle wörtlichen Beschreibungen müssen kurz und verständlich sein und zugehörig zu einen anderen Teil des Bewegungsbilds. Es ist nötig, dass die wörtliche Bewegungsanweisung mit einer von einer Zahl begleitet wird, um den Unterschied in Qualität oder Quantität deutlich zu machen. Gut und schlecht genügt nicht; deshalb benötigst Du Sekunden für eine Periodendauer, Meter pro Sekunde für Geschwindigkeiten, Zentimeter für Zuglängen und Winkelgrade für Gelenkwinkel oder Schwingungsweiten. Die Schwimmer müssen in die Ziele und Anforderungen für jeden Teil der Bewegungen eingeführt werden. Besondere Sorgfalt sollte auf die wörtliche Beschreibung wichtiger Stellungen und Haltungen in den Bewegungen gerichtet werden. Zur korrekten Verwendung der wörtlichen Beschreibung in der praktischen Arbeit stellen wir diese in einer ganz anderen, ungewohnten Art dar:

  • Beschreibung der Teile - Phasen
  • Bezeichnung und hauptsächliche Ziele jeder Phase
  • Anforderungen an die Bewegungselemente während der Phase
  • Beschreibung von Stellungen zwischen den Phasen
  • hauptsächliche numerische Parameterwerte der Bewegungen, Phasen und Stellungen


Wörtliche Beschreibungen sind nützlicher und praxiswirksamer, wenn wir die Details ausdrucken, welche der Korrektur bedürfen. Numerische Parameterwerte müssen mit einer Beurteilung "gut" oder "schlecht" versehen sein und simulierten neuen Werten versehen sein.

Nun folgen die praktischen Hinweise für die Übungen, welche zum Empfindungsbild beitragen, zusammen mit dem Gesichts- und Wortbild.

Trockenübungen

Zweck der Trockenübungen ist es, korrekte Sinneswahrnehmung zu erzeugen und das Verfahren der Selbstkontrolle zu erwerben [Empfindungen und Bewegungsvorstellung mit der objektiven Anschauung in Übereinstimmung zu bringen und dadurch die Möglichkeit zu schaffen, sich selber wirksam zu kontrollieren, Red.]. Das Programm der Trockenübungen schliesst das Nachahmen von Stellungen an Land ein. Es erhebt sich die Frage, welche Stellungen nachgeahmt werden sollen. Die Antwort ist, dass der Übergang von einer Phase in die andere von entscheidender Bedeutung ist. Wenn die Ausgangsstellung für die nachfolgende Phase korrekt ist, das heisst, dass Arme, Beine, Kopf und Körper in ihrer besten Stellung sind, dann wird es auch möglich sein, während der ganzen Phase die Bewegungen korrekt auszuführen. Wenn aber bereits die Ausgangsstellung falsch ist, bringt auch die nachfolgende Aktion nichts hervor. Andererseits, wenn in der vorhergehenden Phase alle Bewegungen korrekt ausgeführt wurden, erreicht man natürlich die korrekte Endstellung der Phase, welche die Ausgangsposition der nächsten Phase ist, usw.

Trockenübungen können individuell, zu zweit oder zu dritt ausgeführt werden. Die Stellungen werden auf der Schwimmbank eingenommen, unter Mithilfe von zwei oder drei Schwimmern - einer hält die Arme, der andere die Beine. Um die kinästhetische Empfindlichkeit zu erhöhen und ein verbessertes Bild über die Bewegung im Gedächtnis formen zu können, ist es notwendig, während des Nachahmens der Stellungen diese in der richtigen Richtung und für mehrere Muskelgruppen gleichzeitig statisch zu belasten. Die statische Belastung muss in Richtung der richtigen Bewegung ausgeübt werden, jedoch unter Verwendung isometrischer Anspannung. Um die Integration des Gesichtsbilds zu bestätigen, sollte die Trockenübung auch mit geschlossenen Augen ausgeführt werden. Wenn die korrekte Stellung mit geschlossenen Augen eingenommen wird, bedeutet dies, dass eine feste Vorstellung erreicht wurde [die kinästhetische Empfindung und die daraus resultierende Vorstellung gefestigt ist, Red.], was eine Voraussetzung dafür ist, die weiteren Fertigkeiten zu erwerben.

Einen wichtigen und wirkungsvollen Einfluss zum Meistern der Bewegungen ist das wörtliche Beschreiben der Stellungen. Wenn die Schwimmer sich die Beschreibungen der Trainer anhören und danach handeln, sind sie nicht in der Lage, diese gleich wirkungsvoll im Gedächtnis zu behalten, wie ihre eigenen Beschreibungen. Die erteilte Anweisung "geht beim einen Ohr hinein und zum anderen wieder hinaus"; was Du jedoch selber wörtlich erklärst und beschreibst, bleibt Dir besser haften.

Die beste Art der Durchführung solcher Trockenübungen, welche wörtliche Beschreibungen der Ausrichtung einschliessen, ist folgende: ein Schwimmer unterstützt den anderen beim Einnehmen einer Stellung, [und letzterer] kleidet dies in Worte und beschreibt, wo die Hände und Beine sind. Dann werden die Rollen vertauscht. Auf diese Weise können beide nachahmen und die richtige Anweisung in Worte kleiden. Im Training von Spitzenathleten wird die Nachahmung von Stellungen zusammen mit der wörtlichen Beschreibung in einem Zustand leichter Hypnose benützt, was gute Resultate zur Verbesserung deren tief verwurzelten technischen Missverständnisse ergab. Zusammenfassend: die Nachahmung von Stellungen an Land erzielt anschliessend Wirkung bei den Übungen im Wasser. Aus den Beobachtungen zum Lernverhalten können wir grundsätzlich schliessen, dass der Transfer von Trockenübungen ins Wasser erheblich ist, insbesondere bezüglich der Koordination von Schwimmbewegungen.

Ausführen technischer Übungen im Wasser

Zur besseren Abdeckung der Bedürfnisse sollten die im Wasser ausgeführten technischen Übungen gerichtet sein auf:

  • Vervollkommnung der Bewegung einer bestimmten Phase;
  • Verfeinerung der Bewegung eines bestimmten Körperteils, und
  • Entwicklung der Koordination der Bewegungen als Ganzes.


Alle Bewegungen sollten mit hoher Konzentration und Aufmerksamkeit ausgeführt werden.

Das Programm der technischen Übungen im Wasser zusammen mit anderen Anforderungen bestehen in Folgendem:

  1. Separate Übungen für die Vervollkommnung der Bewegung der Arme, Beine und des Körpers, zum Beispiel schwimmen wir Crawl, wobei ein Arm den Beginn der Zugphase betont, danach dasselbe mit hohem Ellbogen, usw.
  2. Übungen für die Bewegung nur eines Körperteils; Crawlschwimmen, wobei eine Hand den Zug, den Druck, die Beschleunigung, Erholung usw. im selben Zug betont.
  3. Elementweises Üben mit konzentrierten Aktionen zum Erfüllen von Anforderungen in der Gesamtbewegung, zum Beispiel eine Serie von 10 x 50 m. Das Augenmerk wird auf 5 Anforderungen gerichtet. Jede Anforderung wird zweimal berücksichtigt.
  4. Übungen mit spezieller Ausrüstung zur Erhöhung der Geschwindigkeit und der Abstosskraft bei Start und Wende.
  5. In jeder Schwimmart, jedem Start oder jeder Wende sind mehr als 50 technische Anforderungen enthalten, was genügend technische Übungen für mehrere Trainigsperioden im Jahr ergibt.
  6. Arbeiten mit Video und Computer zur Überprüfung der technischen Fertigkeiten von Schwimmern


Zur Aufzeichnung der Schwimmbewegungen der Schwimmer auf Band kannst Du eine normale Videoausrüstung mit einem speziellen Unterwassersystem verwenden. Wichtig ist es, die Seitenansicht für Schwimmbewegungen, Starts und Wenden als Hauptansicht zu verwenden. Für den Start benötigst Du zwei Videokameras, eine für die Bewegungen oberhalb des Wassers, eine andere für den Unterwasserteil. Für die Schwimmarten sind Ansichten von vorn, hinten, oben und unten von Vorteil. Zu viele Ansichten sind nicht gut für praktische Tests und Analysen. Du musst zwei oder drei auswählen, je nach Deinen Möglichkeiten und Bedürfnissen.

Nach den Videoaufnahmen müssen die Schwimmer mit dem Trainer eine Analyse und Diskussion über ihre Technik abhalten.

Für die Messung der Parameter gewisser Bewegungen von der Videoaufzeichnung wird ein Computer mit einer Videokarte benötigt. Die Videokarte ist ein System, das die Verbindung der elektronischen Computeranzeige mit dem Videobildschirm erlaubt. Durch das Plazieren und Verschieben des Cursors auf dem Bildschirm mit Hilfe der Maus ist es möglich, die Parameter zu bestimmen.

Im Zug des Testens der Qualität der Technik wir letztere anhand einiger Details analysiert (das Wasserfarben muss aktiv erfolgen, der Abstoss muss kräftig sein, die Arme zusammen, usw.). Software wurde eigens auf die Analyse zugeschnitten, wobei die Videoaufzeichnung Bild für Bild erfolgen kann oder durch Betrachtung vorwärts und rückwärts, in Zeitlupe, wiederholt und als stehendes Bild. Das Programm wurde so ausgearbeitet, dass der Schwimmer selber eine Liste von Anforderungen angeben kann, die an der Anzeige verfolgt werden. Nachdem die letzte Anforderung analysiert wurde, gibt der Computer auf Grund der Anzahl der Fehler, die in jeder Phase auftraten, unmittelbar die Bewertung an.

Im Zug des Testens der Technik in quantitativer Hinsicht müssen die Parameter ebenfalls analysiert werden. Mit der speziellen Software wird für jeden Technikparameter der Wert ausgegeben, der als Basis für die Computerberechnungen dient. Wenn Deine Technik nahezu ideal ist, wird der Wert sehr gut lauten, wenn sie weit davon entfernt ist, sehr schlecht. Der für jeden einzelnen Parameter ausgegebene Wert hängt also vom individuellen Stand der Resultate des Schwimmers ab. Danach folgen sogenannte Simulationen individuell für jeden Schwimmer. Das Schlüsselprinzip besteht in der Antwort zur Frage Was wird geschehen, wenn Du in Deiner Technik etwas änderst? In der Tat, bevor mit der Vervollkommnung der Technik begonnen werden kann, müssen sich Athlet und Trainer der Gewissheit versichern, dass die Vervollkommnung [Änderungen in, Red.] der Technik zu besseren Resultaten führen werden. Man muss wissen, was zu ändern ist und in welchem Umfang. Das ist der Punkt, wo der Computer nützlich sein wird: er wird verlässliche Richtungen und Änderungswerte angeben, wird mögliche Resultate für jede Änderung beziffern. Wenn Du Deinen Wunsch eingibst, wird der Computer den notwendigen Parameterwert dafür berechnen. Eine Simulation kann wie folgt ausgeführt werden: Der Trainer und der Sportler besprechen gemeinsam Änderungsvarianten der Technik und folgern, was in welchem Umfang zu ändern sei.

Für eine detailliertere Veranschaulichung wird eine graphische Analyse der Bewegungen mit dem Computer wird benützt.

Die Computerprogramme sind für eine interaktive Analyse der Bewegungen konzipiert. Sie können für manchen Zweck benützt werden: Zum redigieren der ursprünglichen Bewegung. Es ist möglich, den individuellen Stil im Bild zu verändern. Es ist möglich, die Bewegungen mehrerer Schwimmer gleichzeitig auf dem Schirm zu plazieren und deren Unterschiede zu analysieren. Im Animationsmodus wirst Du eine zyklische Bewegung auf dem Computerbildschirm sehen, welche mit Video unmöglich veranschaulicht werden kann. Wenn Du zum Beispiel zwei Strichmännchen hast, wirst Du eine gleichzeitige Bewegung beider Figuren auf demselben Schirm sehen. Figuren können auf verschiedene Arten dargestellt werden:

  • als Silhouette;
  • Satz von Bewegungsbahnen;
  • erhöhte Geschwindigkeit;
  • verminderte Geschwindigkeit.


Sehr nützlich ist es, den Weg des Armzugs und des Beinschlags zu zeigen. Jedermann kennt diese Kurven aus den Schwimmbüchern, doch jetzt haben sie die Gelegenheit, ihre eigenen zu analysieren. Mit dieser Art der Computeranimation ist es möglich, für jeden Schwimmer fast 100 % Anschauung zu erzeugen.

Folgerung

Diese Vorgehensweise für die technische Vorbereitung von Schwimmern ist professioneller und hilft:

  • neue Varianten der Technik gemäss dem individuellen Stil zu finden;
  • die Schwimmtechnik zu entwickeln, ohne einfach die Bewegungen der weltbesten Schwimmer nachzumachen, wie es bis anhin üblich war, und
  • die technische Vorbereitung zu steuern.


Um die Technikarbeit für ein Jahr zu planen genügt es, die Schwimmer 2 bis 3 Mal zu testen: zu Beginn der Saison, während der Winter-Wettkampfperiode und während der letzten Vorwettkampfwoche für abschliessende Korrekturen vor den Hauptereignissen im Sommer.

Die Wirkung des erarbeiteten Verfahrens wurde durch wissenschaftliche Versuche mit Schwimmern von Schwimmclubs und Nationalmannschaften unter Beweis gestellt und ergibt positive Resultate.
Experience during a long period in swimming has shown me that COMPETITION ANALYSIS is very useful in preparation of high level swimming. Swimming performance consists of

  • START
  • TURNS
  • SWIMMING
  • FINISHING
  • DIFFERENT MANNER OF STYLES (stroke frequency, stroke length)
  • DIFFERENT TACTIC DURING THE RACE


We need to save, how the swimmers made their result in the event. How good was start, turn; what kind of stroke frequency was used in the beginning and in the end of the distance; how good was their finishing technique?

Why do we need that? Because we teach them to make good starts and turns, to swim with optimum stroke frequency and stroke length. We train not to begin too fast to win at finish. When the swimmer returns from a competition to begin preparing for the next, he needs to analyse what were his weak points and how the winner won? According to this the swimmer has to make corrections in his training plan.

COMPETITION ANALYSIS PARAMETERS



START:

  • time of 15 m from signal in sec
  • speed of 15 m from signal in m/sec


Timing 15 m from the start in competition indicate effect of Your start. During training You can also make starts with time control of 15m and compare with starts in competitions. It's important to know the world's best start times and start speeds. It is useful to compare the start speed with the speed of turns or swimming. Relay start speed must be usually better than at an individual race.

TURNS:

  • 15 m (7.5 + 7.5)
  • time from head in sec
  • speed of each turn in m/sec
  • mean speed of all Your turns in m/sec


In 50m pools it is normally 7.5 m, when swimmers begin to prepare for a turn (to find 5m flags and prepare roll for backstroke; to correct the stroke length for touching the wall) and also it is 7.5 m from the wall, when the swimmer finishes his turning actions, and continues to swim normally (in freestyle and breast, and longer now in back and fly). Timing turns is useful for comparing swimmer's first and other turns, comparing turns during competition and training exercises. Turn speeds make the comparing of swimming speed and turn speed possible and as a rule, turn speed must be better then swimming speed, to indicate turn's effect. Mean speed of all turns is for comparison with mean pure swimming speed especially for 400, 800, 1500 freestyle races.

FINISH

  • last 5 m
  • time from head to touching the wall
  • speed in m/sec


When we want to know how successful the technique of finish touch was, then the last 5 m are enough. There are 2 last strokes. A normal stroke length is approximately 2 meters and finishing time, measured from the head 5m before the wall, until touching the wall indicate how good the finishing was. For better comparison of the swimming speed in the last lap - before finishing - and the speed during the last 2 strokes, it is good to have the latter speed in m/sec. Finishing speed during the last 5 m is measured by dividing 4,5m into time from head to hand touch (the length between swimmer's head and fully stretched arm is approximately 0,5m). If the touch is successful, the speed must be higher than the swimming speed during the last lap.

SWIMMING:

  • pure swimming speed in m/sec for each lap
  • real 25m, 75m times
  • average swimming speed in m/sec


Swimming speed during laps is measured after the start and before the first turn; between turns; after the last turn and before finishing. We call it the pure swimming speed, because there are no influences of start turn or finish actions. For long course races it is important to compare swimming speeds to know the fluctuation of the pure swimming speed during laps. Pure swimming speeds in m/sec during a competition are important values to know for planning the level of intensity for aerobic and anaerobic work, using lactate test methods for training.

DIFFERENT MANNER OF STYLES:

  • stroke frequency (cycle/min)
  • stroke length (m)


These are two important stroke technique parameters, and useful to compare with swimming speeds during the race. They are very individual, but the difference between them in the beginning and in the end of distance will show the swimmers technical and tactical version for that result. An example of individual and group printouts show, that both printouts are for different reasons. Individual printouts are for detailed analysis and group printouts are for better comparison of all finalists.

All this information must come out during every next day of competition, because then swimmers and coaches have fresh memory from the day before races and analyses of parameters are very effective for the next competitions.

DIFFERENT TACTIC DURING THE RACE:

  • comparison
  • weighting


You have to look how the world best results were made and compare it with results of Your swimmer. You will find that You made a start or turn even better than the winner, but You were slower in the beginning or in the end of the race. You will find that the same result can be done with different competition analysis parameters. This indicates that each swimmer has his proper individual qualities. If You have better swimming speed and not very good turn speeds, You can make the same result having better turn speeds and worse swimming speed. Sometimes You find that Your start is not the best one, but Your finishing speed is excellent. It is up to You how to plan and construct Your individual tactical plan for the competition today, having the ability to make today's starts, turns and finishing. It is also easy to predict Your result for tomorrow, according parameters of Your start, turn and swimming. You can be sure of Your result if You know what You can do.

For better use of COMPETITION ANALYSIS parameters I made analysis with parameters from the last World and European championships. As a result, 26 different regression models were constructed for all men and women swimming distances. They will help us to understand the main trends of tactics used nowadays in high level swimming performance for each swimming distance. Regression models help us to evaluate individually each high level swimmer's qualities more objectively. It is possible to indicate to weak points of last performance, but what is most important it is possible now to predict and simulate individually how to make better results in the future. All this information is in the computer program with database and very easy to use it.

TECHNIQUE CHARACTERISTICS

Now, if everything is analysed from competition, we need to go deeper, answering questions like "Why is my turn so slow?". For analysing that, to find what is right and what is wrong, we need to construct technique models.

While constructing the swimming technique requirements, it was proceeded that the swimmer should represent the scientifically proved individual variant of movements. In a training process, both, the coaches and the swimmers, should be able to easily apply the movements as required. Proceeding from this, the technique of competitive swimming, starts and turns has been created in the following way:

  • Technique of starts, turns and strokes is described and studied as a system of movements consisting of phases:
  • if a phase changes - the aim of movements will change as well;
  • one phase includes the movements of the whole body;
  • each phase is determined by the clear moment of the beginning and the end;
  • all the determined phases appear to be useful on the different variants or individual style;
  • all moments from one phase into another are considered as the positions of the swimmer, describe the co-ordination.


Methods of construction of the technique consist of the determination of movement parameter variations received from good swimmers. More informative parameters are found, and the correlation of movements and differentiation of the mistakes is determined, taking into consideration the aim of phases.

The technique is determined by presenting assignments for every phase and movement. The general assignments of the swimming technique should be:

  1. avoid unnecessary movements;
  2. achieve the optimum combination of contraction and relaxation of muscles;
  3. guarantee the harmony of breathing action and movements;
  4. produce propulsive forces;
  5. reduce the action of resistance forces;
  6. guarantee the transfer of force from one part of the body to another, with right timing through locked joints;
  7. maintain the dynamic balance of movement.


The optimising of technique is determined according to the mathematical regression analysis, the prognosis of the possible variants of movements for the much better result in the future. Video-recording system was adjusted for the under and above water video-recording of the swimmer, allowing to register the movements of the swimmers at the start, turn or swimming. Video-camera is moving with the adjustable speed parallel to the swimmer. Hardware and software for computer were constructed for measuring of parameters and their analysis.

As a result of the extensive work with national teams of many countries and world best swimmers during the last years, numerous experiences for all variants of swimming styles, as well as for the starts and turns, could be gathered. Such, the probability of the requirements is corresponding with the swimming results. All the 15 technical parts used in competitive swimming have been constructed as models: 4 styles, 4 starts, 4 turns + 3 turns for the individual medley. Special testing system for improvement and control of technical preparation of swimmers was created for practical work and named as "KINEX".

Integrated method of technical preparation of swimmers using the testing system "KINEX".

The usage of wrong technique results from lack or incomplete movement image. According to the very simple approach the IMAGE of MOVEMENTS consists of several parts:

  • VISUAL IMAGE
  • ACOUSTICAL IMAGE
  • KINAESTHETIC IMAGE
  • VERBAL IMAGE


For teaching it is necessary to create for the swimmer, as complete as possible, the image of movements. It means, that the information for the right swimming technique must be saved into the memory of movements by using all possible ways. The lack of self-control results from incomplete and not integrated image of movements.

Usually the coaches and the swimmers have big problems with the correcting of swimming movements. The repeating of wrong movements has no desired effect, and technique does not change. The only way is to first correct the IMAGE. Our scientific experiments with different sport activities show that by correcting the VISUAL image you can reach up to 80% of skills for the simple movements, but then you still need 20% and the others must assist. Swimming movements are very complicated and for success we need ALL listed parts of the IMAGE to be integrated. It means, that when a coach tries to work with technique in the usual way - showing videos (visual), explaining (verbal), shouting the rhythm during swimming (acoustical), doing exercises on dry land and special technique exercises in water (kinaesthetic) - then success is not good enough, because separate exercises do not create the complete image for movements.

How to integrate?



The main integration unit is VERBAL image. If you are working with the visual part and showing the video-clip, then at the same time you must explain and also the swimmer must think when following your orders. If you are working with the kinaesthetic part and making exercises you must control your proprioceptive feeling by verbal description (was it strong or relaxed, early or late, etc.). The same with the acoustical work, you must think about the verbal or digital descriptions of periods of different rhythms, listening to the sounds during your swimming. Special attention must be paid to the verbal image. All verbal descriptions have to be short, understandable and integrated with some other parts of image. It is necessary that verbal advice for movement is accompanied by some digital number helping to make difference by quality or quantity. Good and bad is not enough, that's why you need seconds for a duration or period, meter per seconds for speeds, centimetres for stroke lengths, and angles for joint flexion or amplitudes. The swimmers must be introduced to the aims and requirements for each part of the movement. Special attention should be paid to the verbal descriptions of important positions of movements. For correct using of verbal descriptions in practical work, we put it in totally different, untraditional mode:

  • descriptions of parts - phases
  • name and main aims of each phase
  • requirements to movement elements during phase
  • descriptions of positions between the phases
  • main digital parameters of movements, phases and positions


Verbal descriptions are more useful and practically effective if we print out the details which need correction. Digital parameters must be followed by evaluation marks as "good" or "bad" and simulated new values.

Now follow the practical advises for the exercises creating kinaesthetic image, integrated with visual and verbal ones.

Imitation exercises on dry land

The purpose of imitation exercises is to create a correct kinaesthetic perception, to acquire the self-control methods. The program of exercises on dry land includes imitation of positions on dry land. The question arises why positions should be imitated. The answer is that changing from one phase into another have the decisive importance. If the initial position of the phase is correct, it means that the arms, legs, the head and the body are in the best position, then throughout the whole phase it is possible to perform the correct movements. If the initial position is wrong already, nothing comes out of the further action either. On the other hand when all the movements have been performed correctly during the previous phase one would naturally reach the correct final position of the phase which is the initial position of the next phase, etc.

Imitating exercises may be performed individually, in pairs or three together. The positions will be taken on the exercise-bench, with the help of three or two swimmers- one holds the arms, the other legs. In order to increase kinaesthetic sensitivity and to form a better image about the movement in memory it is necessary while imitating the positions to perform static efforts in positions in the right direction and for many muscle-groups at the same time. The static effort must be performed in the direction of the right movement but, using the isometric contraction. To verify the integration of the visual image, the imitation exercises of the positions should be performed also with closed eyes. If the correct position is taken with the eyes closed, it means that kinaesthetic perception has been firmly achieved which is the precondition for mastering the further skills.

An important and effective influence in mastering the movements is the description of the positions verbally. When the swimmers listen to the descriptions given by the coach and act accordingly to them, they are not able to memorise them as effectively as the descriptions of their own. The given information "goes in one ear and comes out the other", but what you have explained and described yourself verbally, is memorised better.

The best form of performing such dry land type exercises where imitation includes verbal descriptions of orientation, is where one swimmer assists the other to imitate the position, puts it into words, and describes where the hands and legs are. Then the parts will be changed. This way both can imitate and also describe the right instructions verbally. In the training of the top-level swimmers the imitation of positions is used together with verbal descriptions in the state of light hypnosis which has given good results in improving their deeply rooted mistakes of technique. To sum it up, after imitation of positions on dry land, give effect in the following exercises in water. On the basis of teaching observations we may conclude that the transfer of exercises from dry land into the water is noticeable especially in the co-ordination of swimming movements.

Performance of technical exercises in the water

For better use of the requirements the technical exercises performed in the water should be directed to:

  • perfecting the movement of a certain phase;
  • polishing the movement of a certain part of the body, and
  • developing the co-ordination of movements as a whole.


All the exercises should be performed with high concentration of attention.

The program of technical exercises in the water integrated with requirements consists of the following:

  1. Exercises for perfecting the movements of the arms, legs and the body separately, for example we swim in freestyle by one arm stressing the active start of the pull, after that the same with the stressed high position of elbow, etc.
  2. Exercises for the movements of one part of the body only, swimming in freestyle by one hand stressing the pull, push, speeding up, recovery, etc. at the same stroke.
  3. Exercises by elements for accomplishing the requirements in full co-ordination with concentrated action, for example the exercise 10 x 50 m. Attention should be concentrated on 5 requirements. Every requirement should be followed twice.
  4. Exercises with special equipment increasing speed, increasing push power in start or turn.
  5. In every swimming style, start or turn there are more than 50 requirements for technique, providing enough technical exercises for several periods of training in one year.
  6. Work with video and computer for testing swimmer's technical skills


For the recording of swimmers' movements on tape you can use normal video equipment with special underwater system. It is important, that the main view for swimming movements, starts and turns is from the side view. For start you need 2 video-cameras; one for movements above, another for underwater part. For swimming styles front view, back view, views from the bottom and above the water are useful. To many views are not good for practical testing and analysis; you must select two or three according to your possibilities and needs.

After video-recordings the swimmers must have an analysis and discussion about their technique with the coach.

For measuring some movement's parameters from video you need a computer with a video-board. The video-board represents a system permitting to link the electronic computer display with the video-image screen. Relocating the computer's marker with the mouse along the screen it's possible to measure parameters. In the course of testing the quality of technique is analysed by some details (the catch must be active; the push-off powerful, the arms are together, etc.). Special software has been made up for analysis using the video frame by frame or watching the video-tape forward and backward, slow-motion, replay and still picture of positions. The program has been elaborated so that the swimmer himself may fill up a list of requirements followed on the display. After the last requirement is analysed, the computer will promptly display the mark, given according to how many mistakes occurred in each phase or totally.

In the course of testing quantity of technique, the parameters must be analysed as well. With the special software, the mark is given for each parameter of technique which serves as basis for the computer calculations. If your parameter is nearly to ideal the mark will be "very good", if far from it, will be "very poor". Thus the mark given for any parameter depends on the individual level of the swimmer's results. Then follow so called simulations individually for each swimmer. The key principle lays in the answer to the question "What will happen if you will change something in your technique?". Indeed, before one begins perfecting technique, both the coach and the athlete must secure assurance that perfecting technique will lead to better results. One must know what to alter and to what extent. That's were the computer will be handy: it will offer trustworthy directions and value of alterations, will count possible results for each change. If you input your wish, then the computer will calculate the value of parameters necessary for that. Simulation may be carried out in this way: The coach and the sportsman together discus modification variants of technique and conclude what to alter and to what extent.

Graphic analysis of movements with the computer is used for more detailed visualisation. The computer programs are intended for the interactive analysis of movement. They can be used for many purposes: For editing the original movement. It is possible to change the individual style in the picture. It is possible to place more swimmers' movements on screen at the same time to analyse their difference. In the animation mode, you will see a cyclic movement on the computer screen, which is impossible to visualise by using video. For example, if you have 2 stick figures, then you will see simultaneous movement of both figures on the same screen. Figures can be represented in different ways:

  • as a silhouette;
  • set trajectories;
  • increase speed;
  • decrease speed.


Very useful is to show path of arm stroke and leg kicks. Everybody knows those curves from the swimming books but now they have a chance to analyse their own. With using this kind of computer animation it is possible to create nearly 100 % visual image for any swimmer.

Conclusion

This kind of approach for technical preparation of swimmers is more professional and it helps to:

  • find new variants in technique according to individual styles
  • develop the swimming technique without imitating the movements of the world best swimmers, which has been in use up to now
  • control the technical preparation


To plan technical work for a year it is enough to test swimmers 2-3 times: at the beginning of the season, during the winter competition period and during the last pre-competition weeks for final corrections before main events in summer.

The effect of the created method has been proved by scientific experiments with the swimmers of swimming clubs and national teams and it gives positive results.



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